Comic-Workshop : Kajas Superhelden

Superhelden zu Hause: So sieht Kaja derzeit die Welt.
Superhelden zu Hause: So sieht Kaja derzeit die Welt.

Die 13-jährige Flensburgerin zeichnet Comics zur aktuellen Lage.

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25. Februar 2021, 18:43 Uhr

Flensburg | Die Superhelden sitzen gemütlich im Wohnzimmer vor dem Fernsehen. Durchs Fenster sieht man, dass sich draußen bedrohliche Szenen abspielen. Vor einem Jahr wäre das noch ein seltsames Bild gewesen, ein Vorwurf an Spiderman und Co. Aber: „Jetzt kann es heldenhaft sein, drinnenzubleiben“, sagt Kaja Smorra. Die 13-Jährige ist ein riesen Marvelfan. Deshalb hat sie in einem Comic-Workshop diesen Cartoon gezeichnet.

Kaja erzählt im Interview von ihrem Comic-Workshop.
Ina Reinhart

Kaja erzählt im Interview von ihrem Comic-Workshop.

 

Bei dem digitalen Workshop von Weltwege, einem schleswig-holsteinischen Projekt für digitale Medien und Demokratiekompetenz, ging es sowohl ums Comiczeichnen als auch um Demokratie. Die Expertin Svenja Mix erklärte Kaja und den anderen Teilnehmern, wie sie mit wenigen Strichen eine Szene zeichnen können.

Mit wenigen Strichen malt Kaja sich, wie sie mit rauchendem Kopf kreative Ideen entwickelt.
Kaja Smorra
Mit wenigen Strichen malt Kaja sich, wie sie mit rauchendem Kopf kreative Ideen entwickelt.
 

Mit den Weltwege-Mitarbeitern Rebecca Arnold und Malte Morische diskutierte die Gruppe über die Demokratie in unserem Land und was sie in diesem Zusammenhang bewegt. Dann setzten sie die Ideen, die dabei entstanden, um.

„Ich überlegte, ob ich etwas zum Thema Gleichberechtigung mache, habe mich dann aber doch für Corona entschieden“, erzählt Kaja. Zuerst wollte sie einen Comic zeichnen, bei dem Ärzte und Ärztinnen die Welt in den Händen halten – denn schließlich sind medizinische Fachleute sehr wichtig in dieser Situation, sie können Leben retten. Doch statt dieser Helden entschied sich Kaja in ihrem Comicbild dann für die, die zu anderen Zeiten draußen die Welt retten, jetzt aber zu Hause bleiben, um dem Virus keine Chance zu geben. „Sie würden gern rausgehen und etwas tun, doch jetzt bleiben wie zu Hause – wie wir“, erklärt Kaja.

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