Planetarium : Ins Weltall, an unmögliche Orte und durch die Zeit

Ein Eisbär und ein Pinguin reisen gemeinsam ins Weltall – das gibt’s nur im Mediendom.
Ein Eisbär und ein Pinguin reisen gemeinsam ins Weltall – das gibt’s nur im Mediendom.

Im Mediendom der Fachhochschule Kiel erlebt Kina-Reporterin Lina (15) aufregende Reisen

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01. August 2019, 16:57 Uhr

Kiel | Einmal die Erde von oben betrachten, benachbarte Galaxien besuchen und durch das Weltall reisen – das wünschen sich viele Kinder, aber auch Erwachsene. Im Mediendom Kiel in der Kulturinsel Dietrichsdorf ist das möglich – und noch viel mehr.

Weltraumfahrt mit Eisbär und Pinguin

„Ein Raum, in dem alles anders ist“, so beschreibt es Thomas Schröder, der an diesem Tag die Vorführungen im Mediendom leitet. Anders als in einem Kino ist es auf jeden Fall. Die Sitze stehen nicht aufrecht, sondern werden bequem nach hinten, fast in eine Liegeposition gekippt. So hat man einen guten Blick auf die 6,8 Meter hohe und 9 Meter breite Kuppel. Auf der Kuppel kann man dann 360-Grad-Filme verfolgen sowie dreidimensionale Musikveranstaltungen besuchen.

Thomas Schröder steuert die Vorführungen im Mediendom.
Lina
Thomas Schröder steuert die Vorführungen im Mediendom.
 

Ich durfte bei „Polaris“ die Reise eines kleinen Pinguins und eines Eisbären begleiten, die herausfinden wollten, warum der Südpol und der Nordpol abwechselnd immer ein halbes Jahr im Dunkeln liegen. Mit dem selbst gebauten Raumschiff Polaris fliegen die beiden durchs Weltall und besuchen einige Planeten. Dabei erzählen sie vereinfacht, wie die Erde sich um die Sonne dreht, sodass immer eine Hälfte der Erde im Schatten liegt. Außerdem erfahren wir, dass die Ringe des Saturns aus vielen Tausend Eisblöcken bestehen.

Danach schauen wir uns zusammen mit Thomas Schröder unseren Nachthimmel über Kiel an mit all den Sternbildern, die man abends erblicken kann. Das Highlight am Ende ist die Achterbahnfahrt zum Mond, die Joris (5) und Kira (7) am besten gefallen haben. „Mein Bauch hat sogar gekribbelt, als säße ich in einer echten Achterbahn“, erzählt Kira begeistert.

Zeitreise mit Darwin

Man kann im Mediendom aber nicht nur ins Weltall reisen, sondern auch Orte besuchen, die man gar nicht betreten kann, wie eine Zellorganelle. Oder ihn auch als Zeitmaschine benutzen.

So ging ich bei meiner nächsten Vorstellung auf Charles Darwins große Reise, um das Geheimnis hinter dem Leben auf der Erde zu entdecken.

Wie eine Zeitreise fühlt sich die Show „Rätsel des Lebens“ an – als ob man mit Darwin durch die Welt segelt.
Mirage 3D/Robin Sip
Wie eine Zeitreise fühlt sich die Show „Rätsel des Lebens“ an – als ob man mit Darwin durch die Welt segelt.
 

Durch die spezielle 3D-Brille hatte ich eine ganz andere Sicht als in einem 3D-Kino, wo man nur eine rechteckigen Leinwand hat. Im Mediendom fühlt es sich durch die runde Kuppel und die 58 Lautsprecher an, als wäre man mittendrin. „Es war faszinierend, wie echt alles durch den 3D-Effekt wirkte. Vor allem war es, als ob man wirklich Charles Darwin auf seiner Reise begleitet hat“, staunt Svenja Richter, die den Mediendom schon mehrmals besucht hat. Die Fische und Tiere, die Charles Darwin bei seiner Reise durch den Ozean und auf den Galapagos Inseln antraf, schienen hier zum Greifen nahe. Wieder wurden schwierige Begriffe, wie die natürliche Selektion, gut an Beispielen erklärt.

Wer also davon träumt, wie ein Astronaut in einem Raumschiff durch das Weltall zu fliegen oder eine virtuelle Achterbahnfahrt auf dem Mars ausprobieren möchte, ist im Mediendom richtig.

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