Schule in Zeiten von Corona : In Quarantäne

Jesper hofft auf bessere Zeiten - ohne Corona.

Jesper hofft auf bessere Zeiten - ohne Corona.

Kina-Reporter Jesper berichtet, was er erlebt, als sich in seiner Klasse jemand mit dem Covid-19-Virus angesteckt hat.

portrait jesper von
24. November 2020, 18:14 Uhr

Husum | Was für ein blöder Tag: Ich muss zu Hause bleiben, weil es bei uns in der Klasse einen Coronafall gibt. Das Gesundheitsamt ruft bei uns an und sagt, dass ich für zwei Wochen in Quarantäne muss. Ich soll in meinem Zimmer bleiben – die ganze Zeit. Nach ein paar Tagen erfahre ich, dass ich mich nun auch testen lassen muss, wie alle meine Mitschüler. Dafür darf ich dann doch aus meinem Zimmer raus.

Die ganze Zeit zu Hause in Quarantäne sitzen: Jesper freut sich darauf, aus dem Homeoffice ins Klassenzimmer zurückzukehren.
Richert
Die ganze Zeit zu Hause in Quarantäne sitzen: Jesper freut sich darauf, aus dem Homeoffice ins Klassenzimmer zurückzukehren.
 

Das Testen ist ziemlich stressig, denn bei der Teststation ist eine lange Schlange und viel Gedrängel. Glücklicherweise ist mein Test negativ, so muss meine Familie nicht in Quarantäne und braucht auch keinen Test.

Das Gute ist: Wenn es einen Coronafall in eurer Schule gibt, dann wissen das Gesundheitsamt und eure Schule am besten Bescheid und sagen, was zu tun ist. Das läuft nicht immer gleich ab, sondern hängt von der Situation in der Schule und vom jeweiligen Gesundheitsamt ab.

Nach einem weiteren Anruf vom Gesundheitsamt erfahre ich, dass ich nicht die ganze Zeit allein in meinem Zimmer bleiben muss. Mein Vater ist mein Quarantänepartner, den Kinder haben dürfen. Von meiner Mutter und meiner Schwester muss ich weiter Abstand halten, aber ich darf auch mal in den Garten.

Meine Schulaufgaben bekomme ich online über die Plattform iServ. Dafür habe ich viel Zeit, denn in der Quarantäne gibt es nicht so viel zu tun. Das ist eine Gelegenheit, endlich einmal etwas zu schaffen, wofür sonst keine Zeit ist.

Ich baue einen zweiten Auslauf für meine Meerschweinchen, räume mein Zimmer um und setze ein dreidimensionales Puzzle vom Big Ben zusammen und stelle es neben den bereits gepuzzelten Eiffelturm. Ich höre auch viele Hörbücher und Musik.

piet_mundschutz
 

In Quarantäne zu sein ist hart, aber sinnvoll, denn sonst würde sich das Corona Virus ungehindert ausbreiten. Das würde für uns heißen: alle Schulen und Kitas dicht und vielleicht auch alle Geschäfte bis auf Supermärkte. Da können viele Menschen gar kein Geld mehr verdienen.

Deshalb empfehle ich: Bemüht euch, die Einschränkungen einzuhalten, habt lieber nicht so viel Kontakt, tragt Maske und haltet Abstand. Dann bleibt uns allen vielleicht immer häufiger die Quarantäne erspart und bestimmt ist diese Coronazeit auch irgendwann vorbei.

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