Aus Übung wird Ernst : Hunde retten Verschüttete

Bergretter und ihre Hunde retten an der Alpspitze bei Garmisch-Partenkirchen mehrere Menschen. Foto: dpa
Bergretter und ihre Hunde retten an der Alpspitze bei Garmisch-Partenkirchen mehrere Menschen. Foto: dpa

Eigentlich wollten die Bergretter nur trainieren. Doch dann kam eine echte Lawine.

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17. Januar 2013, 08:29 Uhr

Garmisch-Partenkirchen | Es sollte einfach nur nur eine Übung für Bergretter und ihre Suchhunde sein: In Bayern stellten Mitarbeiter der Bergwacht gestern einen Lawinen-Einsatz nach. Doch dann passierte wirklich etwas: Eine Lawine ging ab und verschüttete mehrere Menschen. Zum Glück konnten alle gerettet werden, sagte der Leiter des Rettungseinsatzes.
Die Hunde der Bergwacht suchen nach Menschen, die unter Schnee verschüttet sind. Das kann zum Beispiel nach Lawinen passieren. Für diese Einsätze werden die Tiere regelmäßig trainiert. Dafür werden zum Beispiel ihre Besitzer im Schnee eingebuddelt. Natürlich nur so, dass es für sie nicht gefährlich ist. Die Hunde müssen die Menschen dann suchen.
Während ihrer Übung wurden die Bergretter gestern zu einem Skifahrer gerufen. Er hatte sich verletzt. Als die Männer den Mann versorgten, ging tatsächlich eine Lawine ab. Der Skifahrer wurde komplett verschüttet, drei Helfer zum Teil. Sofort eilten Bergretter mit ihren Hunden in das Lawinenfeld. Mit ihren superfeinen Spürnasen waren die Suchhunde erfolgreich! Der verletzte Skifahrer und die Helfer hätten innerhalb kurzer Zeit geborgen werden können, sagte der Leiter.

Wie entsteht eine Lawine?
Es gibt mehrere Arten von Lawinen: Für Skifahrer sind besonders die sogenannten Schneebretter richtig gefährlich. Oft lösen sie diese sogar selbst aus. Sie entstehen, wenn viel Schnee liegt an steilen Hängen. Wenn der Schnee tagsüber taut und in der Nacht gefriert, beginnt die obere Schneeschicht zu vereisen. Neu gefallener Schnee kann sich auf dieser Schicht nur sehr schwer halten. Wird der Druck auf dieses neue Schneepaket nun stärker, kann dieses wie über eine Eisbahn hinabrutschen. Dabei reißt es immer mehr Schnee mit und kann bis zu 250 Stundenkilometer schnell werden.

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