Gesundheit : Heuschnupfen-Zeit

Janne Köster kitzeln Hasel-, Birken- und Gräserpollen in der Nase.
Janne Köster kitzeln Hasel-, Birken- und Gräserpollen in der Nase.

Wenn die Pollen wieder fliegen, müssen viele Menschen niesen.

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27. März 2019, 18:09 Uhr

Kina-Reporterin Janne kennt das Problem: „Ich habe Heuschnupfen. Bei mir fängt es im Frühjahr an, wenn die ersten Pollen fliegen. Ich reagiere auf Birke, Hasel und die meisten Gräser. Meistens beginnt es damit, dass mir die Nase läuft, und etwas später dann auch die Augen tränen und jucken. Wenn es wirklich anfängt, schlimm zu werden nehme ich auch Tabletten dagegen. Besonders beim Reiten, wenn die Pferde gefüttert werden und die Stallgasse gefegt wird, reagiere ich allergisch. Gemerkt haben wir es auch, weil ich nach dem Reitunterricht immer viel niesen musste. Doch im großen und ganzen ist es bei mir nicht so dramatisch, wie manch anderer es vielleicht kennt.“

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Maria Berentzen/dpa
 

Was ist eine Allergie?

So wie Janne geht es vielen. Dabei sind Pollen eigentlich harmlos, wenn man sie einatmet. Doch für Allergiker wie Janne ist das anders. Ihr Immunsystem sieht bestimmte Pollen wie etwa von Haselsträuchern oder Gräsern fälschlicherweise als Bedrohung an. Mit dem Immunsystem schützt sich der Körper gegen schädliche Eindringlinge wie etwa Viren.

Der Arzt Thomas Fuchs ist Experte für Allergien. Er erklärt, was passiert, wenn ein Allergiker Pollen einatmet: „Das Immunsystem reagiert darauf und schüttet bestimmte Botenstoffe aus“. Diese stammen aus Zellen, die Kontakt mit den Pollen hatten und etwa in der Nase sitzen. Deshalb schwellen bei einer Allergie die Schleimhäute in der Nase an und man bekommt schlecht Luft oder muss niesen.

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Was hilft?

Gegen eine Pollen-Allergie helfen zum Beispiel bestimmte Medikamente. Sie unterdrücken die Immunreaktion des Körpers. Viele Betroffene fühlen sich dann besser. Allerdings müssen die Allergiker die Medikamente jedes Jahr wieder nehmen, wenn die Pollen fliegen. Das ist lästig und manchmal gibt es auch Nebenwirkungen. Zum Beispiel, dass das Medikament müde macht.

Kann man die Allergie loswerden?

„Eine andere Möglichkeit ist es, eine Immuntherapie zu machen“, sagt Thomas Fuchs. Dabei bringen Ärzte dem Immunsystem langsam bei, dass die Pollen nicht gefährlich sind. Der Körper wird dabei zunächst einer winzigen Menge Pollen ausgesetzt. Im Lauf der Zeit wird die Menge gesteigert. In vielen Fällen hilft das dabei, damit die Menschen keine Beschwerden mehr haben. „Wichtig ist aber, dass man die Therapie regelmäßig und lange genug durchführt“, sagt Thomas Fuchs. Sie sollte drei bis vier Jahre dauern.

Woher kommt die Allergie?

Warum manche Menschen stark auf Pollen reagieren und andere nicht, ist nicht ganz klar. „Wir wissen, dass Allergien vererbt werden“, sagt Thomas Fuchs. Das heißt: Wenn Mutter und Vater daran leiden, ist die Gefahr für ihr Kind größer, auch eine Allergie zu bekommen. „Eine weitere Rolle bei Allergien spielen auch Einflüsse aus der Umwelt“, sagt Herr Fuchs. Starke Luftverschmutzung etwa oder Zigarettenrauch.

Manches ist aber noch ein Rätsel. Deshalb versuchen Forscherinnen und Forscher, mehr über die Entstehung von Allergien herauszufinden.

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