Tiere : Haustier vermisst!

Nelli wurde weit entfernt von ihrem Zuhause wiedergefunden.
Nelli wurde weit entfernt von ihrem Zuhause wiedergefunden.

Wenn Hund oder Katze nicht nach Hause kommen, machen sich ihre Besitzer große Sorgen. Was kann man tun?

shz.de von
05. Juli 2018, 01:30 Uhr

Plötzlich kam Nelli (Foto) nicht mehr nach Hause. Dabei huschte die Katze normalerweise immer schnell wieder rein. Weit weg von zu Hause lief sie sonst auch nicht. Klar, dass Julia Müller-Hasselberg und ihre Familie unruhig wurden.

In der Kälte verschwunden

„Wir haben uns schon nach wenigen Stunden Sorgen gemacht, weil es so bitterkalt war zu der Zeit“, erinnert sich Julia Müller-Hasselberg an den Tag im Februar. „Wir haben dann zusammen mit den Kindern Zettel ausgehängt“, erzählt die Katzen-Besitzerin. Außerdem setzte die Familie eine Suchanzeige in die Zeitung.

Keine Spur von Nelli

„Es kamen aber überhaupt keine Hinweise.“ Als dann endlich eine Nachricht kam, war die Freude groß. Und die Überraschung! Denn Nelli wurde in der Stadt Köln gefunden. Die Familie wohnt aber in der Nähe der Stadt Fulda. Von dort braucht man mit dem Auto bis Köln ungefähr drei Stunden. Wie ist Nelli dorthin gekommen? „Wir haben keine Ahnung“, sagt Julia Müller-Hasselberg.

Besondere Technik für die Tiersuche

Eine Frau hatte Nelli gefunden. Also fuhren Julia Müller-Hasselberg und ihre Tochter dorthin und holten die Katze ab. Doch woher wusste die Finderin, wem die fremde Katze gehört? Das hat mit einer besonderen Technik zu tun. Die Finderin war mit Nelli zum Tierarzt gefahren. Der stellte fest: Nelli ist gechippt. Das heißt, sie hat einen winzigen Chip unter der Haut. Darauf ist eine lange Nummer gespeichert. Mit einem Gerät können zum Beispiel Tierärzte und Tierheime diese Nummer auslesen. Dann können sie prüfen, ob das Tier registriert ist.

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Registriert bedeutet: Die Nummer auf dem Chip ist mit der Adresse des Besitzers verknüpft. „Das ist ganz wichtig, damit der Besitzer eines gefundenen Tieres auch benachrichtigt werden kann“, erklärt Laura Simon. Sie arbeitet für die Tierschutz-Organisation Tasso. Hier oder beim Deutschen Tierschutzbund kann man sein Tier anmelden.

Bei Tasso sind mehr als neun Millionen Haustiere registriert: „Zum Beispiel Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel und Frettchen“, sagt Laura Simon. „Das geht ganz einfach online. Außerdem kann man uns jederzeit anrufen.“ Wenn das Tier registriert ist, meldet sich Tasso bei den Besitzern, wie zum Beispiel im Fall Nelli.

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