Zauberhaft : Harry Potter – wie alles begann

Im Elephant House schrieb J. K. Rowling die ersten Harry-Potter-Bücher. Da muss Nike natürliche auch mal vorbeischauen.  Fotos: Nike Mumm
Im Elephant House schrieb J. K. Rowling die ersten Harry-Potter-Bücher. Da muss Nike natürliche auch mal vorbeischauen. Fotos: Nike Mumm

Kina-Reporterin Nike entdeckt in Edinburgh Dumbledore und Hauself Dobby – und wandelt auf den Spuren von J. K. Rowling

Kina-Reporterin Nike von
07. November 2019, 17:39 Uhr

Edingburgh | Harry, Ron und Hermine gegen den, dessen Name nicht genannt werden darf – diese Geschichte kennen wir alle. Dennoch wissen viele nicht, wie sie entstand. Um ein bisschen mehr über die Hintergründe zu erfahren, habe ich in Edinburgh in Schottland eine Harry-Potter-Tour mitgemacht.

Schottland ist nicht nur wegen seiner alten Traditionen heiß begehrt. Jedes Jahr treibt es Millionen Harry-Potter-Fans wie mich in die schottische Hauptstadt. Dort hat die Autorin J. K. Rowling nämlich die meisten ihrer Harry-Potter-Bücher geschrieben.

Slytherin – einmal fies und hinterhältig sein

Bei der Tour mussten wir uns zu Beginn einem Hogwarts-Haus zuordnen. Nicht schwer zu erkennen war, dass sich unsere Tourleiterin Jane dem Gryffindorhaus zugehörig fühlte. Sie trug die rot-goldene Krawatte und den Löwen als Wappentier. Ich wählte Slytherin – denn ich wollte auch mal fies und hinterhältig sein. Bei der Tour stellte uns Jane dann Quizfragen, bei denen wir Punkte für unser Haus sammeln konnten.

Angefangen hat alles in einem Zug von Portugal nach Schottland, als die jetzt 54-Jährige J. K. Rowling die ersten Ideen bekam. In Edinburgh hat sie sich dann sofort in ein kleines Café, das Elephant House, gesetzt, um diese Ideen aufzuschreiben. In das Café kommen viele Besucher, um einmal am selben Tisch zu sitzen wie J. K. Rowling, am großen Fenster mit Blick auf den Friedhof. Da müssen wir auf unserer Tour natürlich auch vorbei.

Das Geheimnis des K

Habt ihr euch schon einmal gefragt,  wofür das K in J. K. Rowling steht? Ihr Name ist Joanne Rowling. Das K wurde in ihre Initialien eingefügt, damit nicht jeder sofort merkt, dass die Autorin weiblich ist. Ihr Buchverlag befürchtete nämlich, dass einige Jungs das Buch nicht lesen würden, wenn ein weiblicher Name draufsteht.

Eine Statue, die Dumbledore verblüffend ähnlich sieht, steht nur einige Straßen vom Elephant House entfernt.
Nike Mumm
Eine Statue, die Dumbledore verblüffend ähnlich sieht, steht nur einige Straßen vom Elephant House entfernt.
 

Für fast alle Charaktere ihren Büchern hat J. K. Rowling Anregungen in der Stadt Edinburgh gefunden. Auf dem Friedhof hinter dem Elephant House finden wir viele Namen aus ihren Büchern wieder. Und eine Statue, die Dumbledore verblüffend ähnlich sieht, steht nur einige Straßen entfernt.

Aus Bobby wird Dobby

Die süßeste Geschichte ist aber, wie der Hauself Dobby seinen Namen bekam: Im Jahr 1858 starb ein Polizist in Edinburgh. Sein Hund Bobby lag 14 Jahre lang jede Nacht auf dem Grab seines Herrchens, bis er selbst starb. Bobby wurde in der Nähe seines Herrchens beerdigt und ihm wurde sogar eine Statue gewidmet. Aus dem treuen Hund Bobby wurde bei J. K. Rowling der treue Hauself Dobby.

Der treue Hund Bobby ist das Vorbild für den treuen Hauself Dobby.
Nike Mumm
Der treue Hund Bobby ist das Vorbild für den treuen Hauself Dobby.
 

In einer Vitrine in Edinburgh findet sich auch das Vorbild für Dumbledores Zauberstab: Man sagt, dass die Kronjuwelen Jahrhunderte lang hinter den Mauern des Edinburgh Castle versteckt waren. Niemand wusste mehr, wo sie waren. Als sie in einer hohlen Stelle in einer Mauer entdeckt wurden, lag neben den Kronjuwelen ein Zauberstab! Bis heute kann sich niemand erklären, wie er dorthin kam. Vielleicht hatte Dumbledore ja seine Finger im Spiel…

Eine Nacht in der Harry-Potter-und-die-Heiligtümer-des-Todes-Suite

Mit der Zeit gehörten die Harry- Potter-Charaktere schon fast zu Joanne Rowlings Familie, weswegen ihr das Schreiben des letzten Teils besonders schwer fiel. Während sie die ersten Bücher schrieb, bekam sie noch staatliche Unterstützung. Nun war sie berühmt und sehr reich geworden. So buchte sie für über drei Monate in die teuerste Suite in ganz Edinburgh und schrieb den siebten Band. Für 1000 Euro pro Nacht darf man heute im selben Zimmer schlafen wie J. K. Rowling.

Am Ende der Tour weiß ich viel mehr über die Entstehung von Harry Potter. Auch wenn ,,mein“ Haus bei dem Quiz haushoch verloren hat, war die Tour richtig spannend.



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