Kino-Tipp : Gretas Geschichte im Kino

So begann Greta ganz allein „Fridays for Future“.
So begann Greta ganz allein „Fridays for Future“.

Wie ein 15-jähriges Mädchen eine weltweite Bewegung für die Umwelt startet.

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26. Oktober 2020, 17:23 Uhr

Vor zwei Jahren entschloss sich die damals 15-jährige Greta Thunberg, freitags nicht mehr zur Schule zu gehen. Stattdessen setzte sie sich vor das schwedische Parlamentsgebäude, neben sich ein selbst gemaltes Plakat mit der Aufschrift „Schulstreik fürs Klima“. Denn im Parlament wurde gerade darüber verhandelt, wie viel die Regierung für den Klimaschutz tun will. Am Anfang saß Greta dort ganz allein und beantwortete Fragen von vorbeigehenden Passanten.

Greta hält auf dem UN-Klimagipfel in Kattowitz eine mitreißende Rede.
B-Reel Films
Greta hält auf dem UN-Klimagipfel in Kattowitz eine mitreißende Rede.

Doch schon bald setzten sich immer mehr Menschen zu ihr – und natürlich kamen auch Reporter. Greta beschäftigt sich schon seit Langem mit dem Klimaschutz und weiß deshalb sehr viel über das Thema. Mit ihren leidenschaftlichen Reden beeindruckt sie viele Menschen – und so ist die weltweite Bewegung „Fridays For Future“ entstanden.

Greta nimmt an vielen Klima-Protesten teil, wie auch in Venedig.
B-Reel Films
Greta nimmt an vielen Klima-Protesten teil, wie auch in Venedig.
 

Aber es gibt auch eine andere Greta: ein Mädchen, dass gern mit ihrem Hund kuschelt und das Alleinsein liebt. Weil sie das Asperger-Syndrom hat, sind ihr feste Alltagsrituale sehr wichtig. Doch für ihre Teilnahme an Klima-Protesten und auch bei Klima-Konferenzen muss sie in Begleitung ihres Vaters viel reisen. Dieser Stress macht ihrem Vater mehr Sorgen als Greta, die sich eher über die Politiker ärgert, weil die nicht genug für den Klimaschutz unternehmen.

Mit „Ich bin Greta“ beginnt Greta Thunberg fast jede ihrer Reden – und deshalb heißt der seit Freitag im Kino laufende Dokumentarfilm auch „I am Greta". Er wird auf Englisch mit deutschen Untertiteln gezeigt und erzählt sowohl von Gretas Rolle in der Entwicklung der „Fridays For Future“-Bewegung als auch von der ganz privaten Greta.

Der Film endet mit ihrer Reise zur UN-Klimakonferenz in New York City auf einem Segelboot. Mittlerweile geht Greta auch wieder zu Schule.


 

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