Geier sind die Gesundheitspolizei

Der Schnabel des Mönchsgeiers ist typisch gebogen.
Der Schnabel des Mönchsgeiers ist typisch gebogen.

Diese Vögel müssen nicht auf Jagd gehen, denn sie ernähren sich von den Überresten verstorbener Tiere. Sie sind also sogenannte Aas-Fresser. Damit helfen sie der Natur, Krankheiten zu verhindern und diese zu säubern.

shz.de von
26. Juni 2018, 17:53 Uhr

Sie gehören zu den Greifvögeln. So wie Adler und Bussarde. Meist haben Greifvögel stark gebogene Krallen. Damit können sie ihre Beute super umklammern und festhalten. Bei Geiern ist das ein bisschen anders, sagt Norbert Schäffer vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Sie müssen nicht auf Jagd gehen, sondern ernähren sich von Aas. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch als Bio-Bestatter, Hygiene-Engel oder Gesundheits-Polizei bezeichnet. Weil die Vögel sich hauptsächlich von Aas ernähren, sind sie viel auf dem Boden unterwegs. Ihre Krallen sind daher schwächer gebogen und ihre Füße relativ flach. Geier-Nachwuchs ist etwas Besonderes. Denn die Vögel legen in der Regel nur ein Ei pro Jahr. Das wird von den Geier-Eltern gemeinsam ausgebrütet – und später wird das Küken auch von beiden Eltern versorgt. Das machen nicht alle Vögel so. Bis die Jungen sich fortpflanzen können, dauert es ziemlich lange: nämlich fünf Jahre oder noch länger! In dieser Zeit ziehen die jungen Geier oft umher und legen dabei große Strecken zurück.

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