Vor Gericht : Firmen streiten um Fortnite-Geld

Fortnite ist ein sehr erfolgreiches Online-Spiel.
Fortnite ist ein sehr erfolgreiches Online-Spiel.

Mit diesem Spiel lässt sich viel Geld verdienen: Millionen Menschen zocken das Online-Spiel Fortnite. Nun streiten große Firmen darum, wie das Geld verteilt wird.

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19. August 2020, 17:29 Uhr

Cary/Cupertino | Die einen aus wie ein Hai. Andere tragen gruselige Masken oder Astronauten-Anzüge. Um Kostüme an Karneval geht es hier aber nicht. Die Rede ist von Skins. So heißen die Outfits im erfolgreichen Online-Spiel Fortnite. Spielerinnen und Spieler können also mit Skins das Aussehen ihrer Figur verändern.

Um Fortnite spielen zu dürfen, muss man mindestens zwölf Jahre alt sein.
Herwin Bahar/ZUMA Wire/dpa
Um Fortnite spielen zu dürfen, muss man mindestens zwölf Jahre alt sein.
 

Millionen Menschen auf der Welt spielen das Spiel regelmäßig. Kurz erklärt geht es darum, in einer Runde mit 100 Mitspielern als Letzter übrig zu bleiben. Jetzt gerade gibt es rund um das Spiel aber großen Streit zwischen mehreren Firmen. Dabei geht es um jede Menge Geld.

Dafür musst du wissen: Wer Fortnite spielen möchte, muss dafür erst mal kein Geld bezahlen. Im Spiel gibt es aber die Möglichkeit, viele verschiedene Skins und Gegenstände zu kaufen. Zwar kann man dafür auch Punkte sammeln. Wem das zu lange dauert, kann aber auch richtiges Geld ausgeben.

Auch deshalb ist das Spiel erst ab zwölf Jahren freigegeben. Ein Spiele-Experte erklärt: Hinter Fortnite steckt das Unternehmen Epic Games. Wenn jemand etwas im Spiel kauft, verdient damit aber nicht nur diese Firma. Teilweise bekommen auch große Unternehmen wie Apple und Google einen Anteil.

Das hat unter anderem damit zu tun, auf welchem Gerät man spielt. Manche nutzen eine Konsole, andere einen Computer oder ein Smartphone. Herunterladen kann man die App zum Beispiel im App Store von Apple oder bei Google Play.

Vertreter von Spiele-Firmen finden: Der Anteil, den Apple und Google bekommen, ist zu groß. Außerdem würden sie gerne mehr Wege haben, den Spielerinnen und Spielern Dinge zu verkaufen.

So eine Möglichkeit bot die Firma Epic Games den Spielern jetzt an. Damit habe sie aber gegen Regeln verstoßen, sagen Vertreter von Apple. Kurz darauf war das Spiel nicht mehr im App Store zu haben.

Wie der Streit ausgeht, müssen jetzt vielleicht Gerichte entscheiden.

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