Ein Lesetag auf Deutsch, Dänisch, Friesisch und Platt

In der Lesehöhle machen Bücher noch mehr Spaß.
In der Lesehöhle machen Bücher noch mehr Spaß.

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30. April 2010, 03:59 Uhr

Bredstedt | Ihren Schulranzen durften die Schüler der dritten Klasse der Dänischen Schule Bredstedt (Kreis Nordfriesland) gestern zu Hause lassen. Dafür sollten sie Kissen, Wolldecken und ihre Lieblingsbücher mitnehmen. Denn ihre Deutschlehrerin Helga Thomsen und ihr Dänischlehrer Henner Bock hatten eine besondere Idee: ein "Lesetag" stand auf dem Programm. Auch die Eltern waren eingeladen.

Jedes Kind stellte erstmal sein Buch vor und erzählte daraus. Dann verwandelten sie ihr Klassenzimmer in eine Leselandschaft: Sie verhüllten die Schultische mit Wolldecken und bauten so richtige Lesehöhlen. In diesen machten es sich einige auf den Kissen gemütlich und stöberten gespannt in ihren Büchern. Andere Klassenkameraden kuschelten sich auf den Schultischen in ihre Decken.

Und was machten die Erwachsenen? Sie lasen immer wieder Geschichten vor - in allen vier Sprachen, die in Bredstedt zu Hause sind: Dänisch, Friesisch, Plattdeutsch und Hochdeutsch vor. "Ich könnte mir es gut vorstellen, jeden Tag so einen Unterricht zu haben", freute sich Lienke Jürgensen (9). Sie erzählte, dass sie lieber dicke als dünne Bücher lese, momentan die "Vier zauberhaften Schwestern".

Für Lehrer Henning Bock ist das Lesen wie ein Werkzeug. "Es ist wichtig, um alles andere zu lernen", meinte er. Am Ende des Lesetages hieß es für die Kinder und Erwachsenen Abschied nehmen und das natürlich auch in ihren vier Sprachen: Auf Wiedersehen, Tschüüs, Adiis und Farvel.

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