naturfilm : Ein komischer Vogel

Der Waldrapp.

Der Waldrapp.

Waldrappen galten schon als ausgestorben.

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17. September 2020, 18:06 Uhr

Palle fragt: Bei unserem Naturfilmfestival habe ich von einem komischen Vogel gehört – dem Waldrapp. Was ist das denn für einer, Franziska?

Marian hilft bei der Aufzucht von Waldrappen. Der Film über ihn und die Vögel ist am Sonntag auf www.greenscreen-festival.de zu sehen.
B. Hauke
Marian hilft bei der Aufzucht von Waldrappen. Der Film über ihn und die Vögel ist am Sonntag auf www.greenscreen-festival.de zu sehen.


Der Waldrapp war einst ein in Europa häufiger Vogel in den Bergen, in Deutschland, aber auch in Frankreich, der Schweiz und Österreich und Spanien. Im 17. Jahrhundert waren sie so sehr bejagt worden, dass sie ausstarben. Seit etlichen Jahren gibt es Zuchtprogramme und Auswilderungen, so dass es jetzt wieder einige in den alten Heimaten gibt. Da sie in Kolonien leben, müssen es auch immer gleich mehrere an einem Ort sein.
Palle, das Maskottchen des Naturfilmfestivals Green Screen und Biologin und Fragen-Beantworterin Franziska Clauss.
Green Screen
Palle, das Maskottchen des Naturfilmfestivals Green Screen und Biologin und Fragen-Beantworterin Franziska Clauss.
 

GreenScreen: Wer ist Palle?

Palle ist  das Maskottchen des Naturfilmfestivals GreenScreen. Seine Fragen beantwortet die Biologin Franziska Clauss. Das Filmfest findet  in Eckernförde vom 7. bis 20. September statt, danach noch bis 18. Oktober in Kiel, Schleswig und Rendsburg. Jeden Tag wird aber auch ein Film kostenlos gestreamt auf  www.greenscreen-festival.de.

Waldrappe sehen wirklich lustig aus mit ihrem metallisch glänzenden schwarzen Gefieder, aber fast nacktem Kopf, langem, nach unten gebogenem rotem Schnabel und den paar Schopffedern. Mit diesen können sie weithin sichtbar ihre Stimmung mitteilen. Sie fressen Insekten, Spinnen, Schnecken, manchmal auch Mäuse, Eidechsen und Frösche, aber auch mal Pflanzen. Also sind es Allesfresser.

Der Waldrapp zählt zu den bedrohtesten Vögeln in Europa.
Wolfgang Runge/dpa
Der Waldrapp zählt zu den bedrohtesten Vögeln in Europa.
 

Es findet nur eine Brut pro Jahr in den Monaten März bis Juni mit zwei bis vier Eiern statt. Das ist leider wenig, wenn man fast ausgestorben war. Brutkolonien finden sich in Felswänden und an Steilküsten. Nester werden aus Zweigen, Gras und Blättern in Felsnischen gebaut.

Weißt du, Palle, ich kannte mal einen Waldrapp im Zoo in Bochum. Der war von Hand aufgezogen worden und blieb zahm, auch in der Freiflughalle. Er wollte immer am Kopf gekrault werden und kam wie eine Katze an und strich einem um die Beine. Ich streichle ja gern Tiere, aber der war schon fast eklig anzufassen mit dem nackten Kopf über der Schädeldecke, nichts war weich oder flauschig, sondern dazu noch die paar pieksigen Federn.

Wenn ihr mehr über diese Vögel erfahren wollt, schaut doch mal am Sonntag, den 20. September den GreenScreen-Online-Film „Marian und die Waldrappe“ an. Der Junge Marian ist Vogelexperte und besonders fasziniert von dem Vogel, der als ausgestorben galt.

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