Ein Kartellamt kontrolliert Firmen

Das Bundeskartellamt passt auf, dass Firmen keine unerlaubten Absprachen treffen.
Das Bundeskartellamt passt auf, dass Firmen keine unerlaubten Absprachen treffen.

Firmenchefs dürfen nicht einfach Preise absprechen und sich zusammenschließen. Solche Kartelle sind verboten.

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10. Juli 2014, 12:45 Uhr

Stell dir vor: In deiner Straße sind zwei Turnschuh-Läden. Beide Verkäufer strengen sich mächtig an, um mehr Turnschuhe zu verkaufen als der andere. Sie richten etwa ihre Schaufenster schön her. Und sie verkaufen die Schuhe so günstig wie möglich. Doch eines Abends überlegen sie sich: Wir arbeiten einfach zusammen! Ab morgen sind die Turnschuhe in beiden Läden gleich teuer. Oder sie verabreden: Einer von uns verkauft Mädchenschuhe, der andere Jungsschuhe. Dann kommen wir uns nicht mehr in die Quere. Außerdem brauchen wir uns nicht mehr so anzustrengen. Solche Absprachen wie in unserem Turnschuh-Beispiel sind nicht erlaubt. Wenn zwei Firmen das machen, sagt man: Sie bilden ein Kartell. Damit so etwas nicht passiert, gibt es das Bundeskartellamt. Dort arbeiten Experten, die dafür sorgen sollen, dass es einen fairen Wettbewerb gibt. Das heißt: Jede Firma soll eine Chance haben, ihre Produkte zu verkaufen und damit Geld zu verdienen. Die Unternehmen sollen sich anstrengen, um viele Kunden zu bekommen. Und die Menschen in Deutschland sollen etwa zwischen verschiedenen Turnschuh-Läden wählen können. Wenn die Fachleute also von einer unerlaubten Absprache hören, untersuchen sie den Fall. Dann kann es sein, dass die Firmen Strafe zahlen müssen. Außerdem achten die Leute vom Kartellamt darauf, dass nicht eine Firma oder mehrere Unternehmen zu mächtig werden. Denn wenn sich etwa zwei riesige Turnschuh-Läden zusammentun, könnte es sein, dass kleinere Unternehmen keine Chance mehr hätten. Die Großen könnten tun und lassen, was sie wollen. Bevor sich zwei Firmen zusammenschließen, müssen sie deshalb das Kartellamt fragen. Letzte Woche haben die Experten vom Bundeskartellamt von ihrer Arbeit im letzten Jahr berichtet. In einigen Fällen gab es wieder unerlaubte Absprachen und manche Firmen mussten eine Strafe zahlen.

Das Kartellamt hat seinen Sitz in der Stadt Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Etwa 300 Menschen arbeiten dort. Oft bekommen die Mitarbeiter Tipps von Kunden.

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