Fußball-Geplapper : Die Schwalbe

sich fallen lassen 8 druckdaten

Im Fußball gibt es fast schon eine eigene Sprache, auch bei der WM. Hier erfährst du, was die Experten wirklich meinen.

shz.de von
05. Juli 2018, 01:45 Uhr

Der hat ja einen Vogel! Das soll man natürlich nicht über jemanden sagen. Denn das ist nicht gerade nett gemeint. Aber wenn ein Spieler auf dem Fußballplatz eine Schwalbe gemacht hat – dann könnte man das vielleicht denken, das mit dem Vogel.

Eine Schwalbe funktioniert nämlich so: Ein Spieler lässt sich bei einem Zweikampf hinfallen, obwohl ihn sein Gegenspieler nicht getroffen hat. Der Spieler täuscht also ein Foul vor. Ganz schön unfair, was?

Schwalben werden zum Beispiel häufig im gegnerischen Strafraum gemacht, um einen Elfmeter zu bekommen. Merkt der Schiedsrichter, dass der Spieler sich einfach fallen gelassen hat, dann zeigt er ihm Gelb. Früher sind Spieler in der Bundesliga ab und zu mit einer Schwalbe durchgekommen. Wenn der Schiri die Situation nicht gut sehen konnte und er den Eindruck hatte: Das war ein Foul. Seitdem es den Video-Schiedsrichter gibt, sollte das jedoch kaum noch möglich sein. Dieser kann sich die Szene wiederholt anschauen und eine Schwalbe entlarven.

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