Luftfahrt : Die Route eines Flugzeugs

Ein Flugzeug fliegt nicht einfach irgendwo durch die Luft. Es muss geplanten Strecken folgen.
Ein Flugzeug fliegt nicht einfach irgendwo durch die Luft. Es muss geplanten Strecken folgen.

Nach einem schlimmen Unglück werden Reisewege neu geplant.

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19. Juli 2014, 01:22 Uhr

„Über dieses Gebiet fliegen wir nicht mehr!“ Das gaben mehrere Fluggesellschaften gestern bekannt. Es geht um ein Gebiet in dem Land Ukraine. Dort liefern sich Gruppen seit einiger Zeit Gefechte. Nun ist über dem Gebiet ein Flugzeug abgestürzt. Experten sagen: Das Flugzeug wurde abgeschossen.

Welche Route ein Passagier-Flugzeug einschlägt, überlegen Fachleute, erklärt der Pilot Markus Wahl. „Wenn man von A nach B fliegen will, suchen sie die Route aus, die am besten geeignet ist.“ Das ist nicht immer der kürzeste Weg. Die Experten schauen etwa, wie sicher die Route ist. Also ob etwa Gefahr für das Flugzeug besteht, weil es in dem Gebiet Gefechte gibt. Das ist in der Ukraine der Fall. Viele Fachleute waren aber davon ausgegangen, dass für Passagier-Flugzeuge keine Gefahr bestand. Denn diese Flieger ziehen Tausende Meter hoch über das Land hinweg. Deswegen hatten viele Fluggesellschaften das Gebiet weiter überquert.

Bei der Festlegung einer Flug-Route spielen aber noch andere Dinge eine Rolle. So beschäftigen sich die Fachleute mit dem Wetter. „Wenn es irgendwo ein großes Gewitter gibt, will man das möglichst umfliegen“, sagt Markus Wahl. Auch der Wind spielt eine Rolle. „Fliegt ein Flugzeug mit dem Wind, ist es schneller und spart Treibstoff.“

Die Fachleute fragen sich außerdem: Gibt es auf dem Weg ein großes Gebirge? Das ist zum Beispiel in Asien so. Im Gebirge Himalaya ragen Berge auf, die höher sind als 8000 Meter. Ein Passagier-Flugzeug fliegt zwar Zehntausend Meter hoch oder höher. „Aber wenn bei dem Flugzeug ein Triebwerk ausfällt, kann das gefährlich werden.“ Das Flugzeug kann dann die Flughöhe nicht halten. Hohe Berge sollen deswegen umflogen werden. Die Experten stellen die Flugroute zusammen. Dann schlagen sie diese dem Piloten vor. „Er entscheidet dann am Schluss, ob er damit einverstanden ist oder nicht.“

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