Im Video : Die jüngste Strandwächterin Schleswig-Holsteins

Nike zeigt Piet und Paula, wie viel am Strand los ist.  Fotos: Anna Korehnke
Nike zeigt Piet und Paula, wie viel am Strand los ist. Fotos: Anna Korehnke

Die 12-Jährige Nike ist Rettungsschwimmerin. In den Sommerferien bewacht sie mit ihren DLRG-Kolllegen den Strand.

shz.de von
31. Juli 2018, 20:29 Uhr

Glücksburg | Nike nutzt ihre Sommerferien, um am Strand von Glücksburg bei der DLRG Wache zu schieben. „Ich bin sehr gerne hier, weil ich möchte dass sich alle am Strand sicher fühlen“, sagt die Zwölfjährige. Dazu muss sie die meiste Zeit des Tages aufs Wasser schauen und alle Badegäste im Blick behalten.

Dabei ist Nike die Jüngste hier, nein nicht nur hier in Glücksburg, sondern in ganz Schleswig-Holstein. Eigentlich darf man erst ab 13 als Strandwächterin arbeiten, doch für Nike haben die Rettungsschwimmer eine Ausnahme gemacht, denn „wir wollen den Nachwuchs so früh wie möglich fördern und an die Aufgaben der DLRG heranführen,“ sagt Rene Weiss, der heute die Schicht am Strand leitet.

Wenn Nike die rot-gelbe Flagge hochzieht, sind die Retter am Strand.
Anna Korehnke
Wenn Nike die rot-gelbe Flagge hochzieht, sind die Retter am Strand.
 

Zu Nikes Aufgaben gehört am Morgen erst einmal, die Wache auszufegen und die Fahne zu hissen. So wissen alle Badegäste, dass die Rettungsschwimmer da sind, wenn sie Hilfe brauchen.

Oft kommen die Leute in die Station, wenn sie schmerzhaften Kontakt mit einer Feuerqualle haben, dann geben die Helfer ihnen Rasierschaum, den sie sich auf die Haut sprühen können. „Einfach auf der Haut trocknen lassen und dann mit einer Geldkarte abschaben – das hilft“ erklärt Nike.

 

Manchmal ärgert sich Nike auch. Über die Jugendlichen, die immer von der Seebrücke springen, obwohl es verboten ist: „Das ist echt gefährlich, weil die nie genau wissen können, wie tief das Wasser an der Stelle ist, und weil kleinere Kinder das dann nachmachen und sich verletzen können.“ Doch die Jugendlichen lassen sich von Nike nichts sagen – da wünscht sie sich manchmal, etwas größer zu sein.

Es gibt aber auch genug schöne Momente an so einem langen Strandtag. Am tollsten sind für Nike die Fahrten mit dem Rettungsboot. „Da spürst du die Wellen unter dir und hast das Gefühl, zu fliegen.“ Bei ihren Kontrollfahrten sind die jungen Rettungsschwimmer noch näher bei den Schwimmern und können sie warnen oder retten, doch so einen Ernstfall hatte Nike noch nicht

Farbige Fahnen am Strand:

Hier herrscht absolutes Badeverbot.
dpa

Hier herrscht absolutes Badeverbot.

 

An den Stränden von Nordsee und Ostsee wehen an bestimmten Stellen Fahnen im Wind. Die sollen nicht einfach hübsch aussehen. Die Fahnen an den Masten in den Badezonen haben eine wichtige Bedeutung.

Rot-Gelb: Weht eine solche Flagge an einer Wachstation, dann zeigt sie, dass Rettungsschwimmer vor Ort sind. Mit solchen Fahnen kann auch das Badefeld gekennzeichnet sein. Also der Bereich an einem bewachten Strand, in dem man schwimmen darf.

Gelb bedeutet: Kinder, ältere Menschen und ungeübte Schwimmer dürfen nicht ins Wasser gehen.

Rot: Jetzt darf niemand mehr ins Wasser. Es wäre zu gefährlich.

Schwarz-Weiß geviertelt: Dieser Abschnitt ist für Wasserfahrzeuge wie Boote und Surfer. Baden ist nicht erlaubt.

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