Tiere : Désirée ist Tierpflegerin im Zoo

Strauß Franz Josef ist mit Vorsicht zu genießen, erklärt Désirée. Sein  Frühstück bekommt er von ihr.
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Strauß Franz Josef ist mit Vorsicht zu genießen, erklärt Désirée. Sein Frühstück bekommt er von ihr.

In einem Zoo arbeiten und sich um die Tiere kümmern – davon träumen viele Kinder. Désirée macht das fast jeden Tag.

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03. Juli 2014, 04:18 Uhr

Franz Josef wirkt nicht so, als sei er ein freundlicher Vogel. Missmutig blickt der Strauß mit seinen riesigen Augen auf die Zoo-Besucher hinab. Er sieht aus, als würde er sie gern beißen. Gut, dass der hohe Zaun dazwischen ist.  „Franz Josef ist mit Vorsicht zu genießen“, sagt auch seine Pflegerin Désirée Studt. Sie bringt dem Strauß Frühstück.

Für Franz Josef und die Straußen-Dame Marianne gibt es Küken. Diese sind tot und liegen in einer Schale. Mit der Hand hält die Tierpflegerin ihnen die kleinen Vögel hin. Die Strauße schnappen gierig zu.  Findet sie das nicht eklig? „Nein“, sagt Désirée. „Schauen Sie doch mal, was ich hier habe.“ Aus einem Becher schüttet sie sich lebende Mehlwürmer auf die Hand. Würmer und tote Mäuse sind das Frühstück für die Löffelhunde. Sie sehen sehr lustig aus, weil sie riesige Ohren haben, die nach oben stehen. „Damit können sie prima hören“, weiß Désirée Studt. 

Die Tierpflegerin mag ihren Beruf. Dabei ist es sehr anstrengend, was sie macht. Den ganzen Tag ist sie auf den Beinen. Morgens um acht Uhr fängt sie mit ihrer Arbeit an. Dann bespricht sie mit den anderen Mitarbeitern im Zoo, was getan werden muss. Natürlich werden die Gehege sauber gemacht und es wird mehrfach gefüttert. Und dann gibt es noch Vieles mehr. Zum Beispiel kommt der Tierarzt zu den Pandabären, eine Giraffe kriegt ein Baby und Strauß Franz Josef braucht seine Tropfen.

Désirée kann viele Geschichten über die Tiere erzählen. Etwa, dass die kleinen Löffelhunde manchmal die gefährlichen Geparden im Gehege nebenan anschreien. „Das machen sie aber nur, weil sie wissen, dass ein Zaun dazwischen ist“, sagt sie lachend und geht weiter zu ihren nächsten Schützlingen.

Es sind kleine Pandas. Mit ihrem kuscheligen Fell und den knopfrunden Augen sehen sie sehr niedlich aus. Hunger haben sie wohl nicht, sie bleiben einfach auf den Ästen eines großen Baumes liegen und starren Désirée an.

Für die Pandas gibt es Obst. Die Tierpflegerin legt es ihnen einfach ins Gehege. Denn sie muss schon wieder weiter. Schließlich warten noch andere Tiere auf ihr Frühstück.

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