Mitmachen : Der Löwenherz-Wettbewerb

Leonie Böker, Alessandro Linke und Kimberley Kirchmann haben sich mit zwei weiteren Studenten den Wettbewerb ausgedacht.
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Leonie Böker, Alessandro Linke und Kimberley Kirchmann haben sich mit zwei weiteren Studenten den Wettbewerb ausgedacht.

Filme drehen, Plakate gestalten: So könnt ihr Flensburger Studierende im Kampf gegen Gewalt unterstützen.

shz.de von
02. Juli 2018, 20:52 Uhr

Jeder kann etwas tun, um zu helfen. Das ist die Idee hinter dem Wettbewerb Löwenherz-Contest.

„Unser Ziel ist, Löwenherz  bekannter zu machen“, sagt Leonie. Gemeinsam mit  Alessandro, Marco, Kimberley und  Jessica  hat sie ihn einem Management-Seminar  an der Flensburger Europa-Universität  den Wettbewerb entwickelt. 

Die Studierenden möchten, dass Kinder und Jugendliche bei diesem Ziel helfen – allein oder in einer Gruppe mit bis zu fünf Teilnehmern.

Worum geht es?

Kinder haben ein Recht, darauf, ohne Gewalt aufzuwachsen. Doch leider passiert es trotzdem oft, dass Kinder zu Hause erleben müssen, dass andere geschlagen werden oder ihnen selbst Gewalt angetan wird. „Kinder trauen sich oft nicht, Hilfe zu holen. Sie haben Angst oder schämen sich sogar. Dabei haben die Kinder ja keine Schuld“, sagt Cornelia Donicht. Sie ist Sozialpädagogin, also Expertin für den Umgang mit Menschen.

Das Thema ist: Zusammen sind wir stärker! – Gegen Gewalt in der Familie.

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Einen Film entwickeln.  Er darf  nicht länger als 120 Minuten sein. Der Gewinnerfilm des Wettbewerbs wird hinterher mit professioneller Hilfe nochmal nachgedreht.

2. Ein Plakat entwickeln. Egal, ob mit dem Computer oder  auf Papier, mit Stiften, Farbe oder als Collage.

Wo finden Kinder, die Gewalt erleben, Hilfe?

Ein Kind, das unter Gewalt leidet, kann sich zum Beispiel an Lehrer oder Verwandte, denen sie vertrauen, wenden. Doch manchmal wollen die Kinder nur wissen, was sie selbst tun können, ohne dass ihre Familie davon erfährt. Dafür ist Cornelia Donicht eine gute Ansprechpartnerin. Sie berät in der Beratungsstelle Löwenherz von Profamila in Flensburg Kinder und Jugendliche.

Und wenn man nicht möchte, dass irgendwer davon etwas erfährt?

Auch wenn die Kinder nicht ihren Namen sagen wollen, hilft Cornelia ihnen. Bei Löwenherz müssen sie keine Angst haben, dass gleich alle davon erfahren.

Warum heißt das Löwenherz?

Den Namen dachten sich Jugendliche in einem Jugendzentrum aus. Sie hatten die Idee, dass die Kinder, die sich Hilfe holen, mutig wie ein Löwe sind. Und dass es bei dem Thema Menschen mit Herz braucht.

Die Studierenden hoffen, dass auch viele Schulen mitmachen.  Infos finden alle im Internet unter www.loewenherz-contest.de

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