Leute : Das Wichtigste ist die Musik

Die Band Roast Apple hat 2014 viel erreicht – zum Beispiel mit ihren Auftritten beim Wettbewerb Talented alle überzeugt und gewonnen.
1 von 2
Die Band Roast Apple hat 2014 viel erreicht – zum Beispiel mit ihren Auftritten beim Wettbewerb Talented alle überzeugt und gewonnen.

Aus der Schule auf die Bühne: Die Band Roast Apple hat in diesem Jahr viele Erfolge gefeiert. Wie es weitergeht, erzählen die Niebüller im Interview.

Avatar_shz von
05. Dezember 2014, 01:44 Uhr

Roast Apple, so heißt die Band von Finn-Bo Lorenzen (18), Lukas Christiansen (18), Rouven Leonavicius (18) und Liam Pitann (20). 2014 war ihr Jahr. Die vier aus Niebüll haben viel erreicht. Kina-Reporter Niklas Freese (13) hat die Band interviewt.

Wie habt ihr euch kennengelernt?
Finn-Bo: Rouven und ich haben uns in der Musikschule seiner Eltern hier in Niebüll kennengelernt, genau wie Lukas. Unser Schlagzeuger kam später dazu.

Wie seid ihr auf den Namen Roast Apple gekommen?

Lukas: Wir haben uns mal ein paar Getränke zusammen gemischt, Reste, und dann hat das irgendwer auf die Heizung gestellt. Rouven hat das probiert und gesagt: „Das schmeckt irgendwie nach Bratapfel. Bratapfel auf Englisch, was heißt das? Roast Apple!“

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Finn-Bo: Tanzbarer, britischer Style. Gitarrenlastig, aber nicht sehr elektronisch. Am Anfang haben wir alle viel ausprobiert. Es ist eine ständige Entwicklung. Wir gehen auch selbst auf Konzerte, um neue Einflüsse von anderen Bands zu sammeln. Man muss sich auch nicht für eine Musik entscheiden.

Wer schreibt bei euch die Songs?

Finn-Bo: Songs schreiben wir meist zusammen. Die Texte schreibe ich. Manchmal spielen wir drauflos, und dann entwickelt sich irgendwas oder einer bringt von zu Hause irgendeine Melodie mit, die dann wieder zu den Akkorden eines anderen passen.

Was war in euren Augen euer größter Erfolg?

Rouven: Dieses Jahr ist eigentlich so viel passiert. Wir hatten rund 60 Konzerte. Wir haben bei drei großen Wettbewerben mitgemischt, bei Talented haben wir sogar den Bundeswettbewerb gewonnen. Aber das größte Erlebnis war, als wir beim School Jam ins Finale kamen, weil da 1000 Bands mitgemacht haben. Am Ende war da so ein krasses Online-Voting. Wir haben wochenlang fast nicht geschlafen, weil wir jeden Tag Leute angeschrieben, Musik gemacht und Flyer verteilt haben. Dann haben wir zufällig auf einem Konzert auf Facebook gelesen, dass wir es ins Finale geschafft haben, das war ein richtig geiler Moment.

Hattet ihr schon mal eine Panne auf der Bühne?

Rouven: Ja, öfter. Beim Jahresabschluss im Charlottenhof zum Beispiel waren wir eigentlich so gut vorbereitet, es war ausverkauft und wir hatten richtig Bock. Dann hat irgendjemand die Kabel umgesteckt und die Fernbedienung woanders hingelegt, deswegen hatte Lukas keinen Strom mehr auf seiner Gitarre.

Was macht ihr zur Zeit?

Finn-Bo: Wir haben in der letzten Zeit ziemlich viel gespielt, haben jetzt noch ein paar Auftritte, aber wir haben auch schon angefangen, wieder Songs zu schreiben und Demos aufzunehmen. Rouven und ich müssen uns auch noch auf das Abitur vorbereiten und Lukas auf seine Prüfungen.

Wie sieht eure Zukunft aus?

Rouven: Wir wollen jetzt an einem Album arbeiten und gucken, wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall gehen wir alle nach Hamburg. Das ist einfach musiktechnisch total angesagt. Aber natürlich kann Hamburg nicht mit der Schönheit Nordfrieslands mithalten, finden wir. Aber es ist von hier halt immer mindestens zwei Stunden Fahrzeit mehr.

Bo und ich werden studieren. Liam und Lukas machen ihre Ausbildung zu Ende und gucken dann, wie es weitergeht. Und dann mal schauen, was passiert. Wir kennen einige Bands in Hamburg, die versuchen, von der Musik zu leben. Aber wir finden, dass man immer noch ein zusätzliches Standbein braucht. Die Musik soll aber das Wichtigste bleiben.

Mehr Infos zur Band findet ihr unter www.roastapple.com
 

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen