Luftfahrt : Das verschwundene Flugzeug – Hoffen auf ein Zeichen

Eine Wand für die Passagiere des verschwundenen Flugzeuges aus Malaysia. Hier können Menschene ihre Hoffnungen und Gebete für sie aufschreiben. Die Abkürzung MH370 steht für einen Flug zwischen den Ländern Malaysia und China.
Eine Wand für die Passagiere des verschwundenen Flugzeuges aus Malaysia. Hier können Menschen ihre Hoffnungen und Gebete für sie aufschreiben. Die Abkürzung MH370 steht für einen Flug zwischen den Ländern Malaysia und China.

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19. März 2014, 01:46 Uhr

 Seit Tagen warten sie schon. Sie sitzen zusammen, hören Experten zu – und hoffen auf Neuigkeiten. Zwischendurch telefonieren sie. Oder sie schlafen im Sitzen ein, weil sie so erschöpft sind. Die Menschen warten gemeinsam in einem Hotel. Es liegt in der Großstadt Peking. Das ist die Hauptstadt von China.

Vor mehr als einer Woche war ein Flugzeug unterwegs dorthin. Doch in Peking kam es nicht an. Das Flugzeug ist verschwunden. Genau wie die Fluggäste, die darin saßen. Was genau passiert ist, weiß keiner. Auch nicht die Leute in dem Hotel in Peking. Viele von ihnen sind Angehörige oder Freunde von Menschen in dem vermissten Flugzeug. Sie machen sich große Sorgen. Doch niemand kann ihnen sagen, ob sie ihre Freunde und Verwandten wiedersehen werden.

So etwas ist nur schwer zu ertragen. Deshalb bekommen die Menschen oft Hilfe von Experten. Diese heißen auch Notfallseelsorger. Justus Münster ist so ein Fachmann. Er ist zwar nicht in Peking, aber er hat schon oft Menschen in ähnlichen Situationen geholfen. Er sagt: „Die Zeit des Wartens und der Ungewissheit ist eine sehr schwierige Zeit.“ Denn auf der einen Seite machen sich die Angehörigen Hoffnungen, dass es ihren Lieben gut geht. Auf der anderen Seite haben sie große Angst, dass die Vermissten nicht mehr leben.

Justus Münster bietet den Menschen in solchen Fällen ein Gespräch an. So müssen sie nicht alleine mit der Situation fertig werden. Den Menschen helfe oft auch, mit anderen zusammen zu sein, die Ähnliches erlebt haben. Manchmal ziehen sie sich dabei gemeinsam zurück, etwa in einen ruhigen Raum. Manchmal sitzen dann auch alle einfach zusammen und schweigen, erzählt Justus Münster. Doch er sagt auch: „Informationen sind das Einzige, was den Angehörigen hilft.“

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