Sport : Das elektrische Einrad

Alexander Segmüller beherrscht das E-Wheelfahren auch einbeinig! Dieser Trick nennt sich «der Flieger».
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Alexander Segmüller beherrscht das E-Wheelfahren auch einbeinig! Dieser Trick nennt sich «der Flieger».

Fast sieht es aus, als würde er über den Boden schweben: Alexander Segmüller hat sich in ein besonderes Fahrzeug verliebt

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12. Oktober 2018, 01:20 Uhr

Die Hände stützt er links und rechts vom Rad auf zwei Flächen. Die Füße streckt er in die Luft. So fährt Alexander Segmüller im Handstand auf seinem elektrischen Einrad. Er hat einige Tricks mit diesem Sportgerät drauf: Mal winkelt er die Beine an, mal spreizt er sie und streckt sie dann wieder gerade nach oben.

Über Kopf rollen

Staunend sehen einige Leute zu. Für viele ist schon ein Handstand auf dem Boden schwierig. Und dieser Mann stellt sich auf einem fahrenden Rad auf den Kopf!

Kopfüber auf dem elektrischen Einrad: Auch im Handstand kann Alexander Segmüller vorwärts, rückwärts und Kurven fahren.
Foto: Jessica Sum/dpa
Kopfüber auf dem elektrischen Einrad: Auch im Handstand kann Alexander Segmüller vorwärts, rückwärts und Kurven fahren.
 

Das Gerät zwischen seinen Händen ist ein elektrisches Einrad. Es wird auch E-Wheel genannt. Das ist Englisch: Wheel bedeutet Rad, E steht für Elektro. So ein E-Wheel sieht in etwa aus wie ein kleiner Fahrradreifen, der in einem Plastikkasten steckt. Unten schaut der Reifen heraus. Links und rechts sitzen zwei feste Standflächen. Auf die stellt man die Füße. Oder eben die Hände, wenn man es so gut beherrscht wie Alexander Segmüller.

Alexander Segmüller mit einem E-Wheel für Profis.
Foto: Jessica Sum/dpa
Alexander Segmüller mit einem E-Wheel für Profis.
 

Zum ersten Mal hat er so ein Sportgerät vor fünf Jahren gesehen. „Ich konnte gar nicht fassen, was ich da gesehen habe – einen Menschen, der auf nur einem Rad fährt, ohne sich an etwas festzuhalten!“, erzählt er. Sofort wollte er alles über das Gerät wissen. Nach kurzer Zeit besaß er sein erstes eigenes E-Wheel und fing an zu trainieren.

Einbeinig und im gestandenen Spagat: Das ist ein Trick von vielen, die Alexander Segmüller beherrscht.
Foto: Jessica Sum/dpa
Einbeinig und im gestandenen Spagat: Das ist ein Trick von vielen, die Alexander Segmüller beherrscht.
 

Mittlerweile ist Alexander Segmüller ein Profi auf dem E-Wheel. Doch natürlich hat auch er einfach angefangen: mit vorwärtsfahren, rückwärtsfahren und um Kurven fahren. „Aber schon seit dem ersten Tag war es für mich interessant, die Grenzen des E-Wheels auszutesten“, sagt er. „Wie schnell kann ich fahren? Wie langsam kann ich fahren? Und was für Tricks sind überhaupt möglich?“ Heute beherrscht er verschiedene Figuren im Handstand, Drehungen um die eigene Achse, Sprünge und vieles mehr. Auch Tricks zu zweit übt er auf dem Einrad. „Dabei steht zum Beispiel jemand freihändig auf meinen Schultern und ich fahre einbeinig, ein Bein nach hinten weggestreckt“, erklärt er.

Der bekannteste E-Wheeler der Welt

Seine Fähigkeiten haben ihn zu einem der bekanntesten E-Einradfahrer der Welt gemacht. Und Alexander Segmüller trainiert immer weiter. Als nächstes großes Ziel möchte er einen Salto beherrschen, vorwärts und rückwärts.

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