Musikerin : Danke sagen mit einem Song

Zoe Wees erzählt in ihrem Song davon, wie sie in ihrer Kindheit unter Epilepsie litt.
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Zoe Wees erzählt in ihrem Song davon, wie sie in ihrer Kindheit unter Epilepsie litt.

Durch ihre Musik kann man Zoe aus Hamburg am besten kennenlernen, sagt sie selbst. Zum Beispiel am Freitagabend im Online-Konzert.

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07. Mai 2020, 17:57 Uhr

Hamburg | So richtig kann Zoe Wees (17, Foto) den Erfolg ihrer ersten Single „Control“ noch gar nicht fassen. Sie wird nicht nur deutschlandweit im Radio gespielt, auch britische oder französische Medien haben die gefühlvolle Piano-Ballade der Hamburgerin entdeckt. Jetzt arbeitet die Sängerin an neuen Songs. Mit Dagmar Leischow sprach sie am Telefon über sich und ihre Musik.


Wovon handelt dein Lied „Control“?
Von meiner Grundschulzeit. Ich litt damals unter Epilepsie. Zum Glück hatte ich eine Lehrerin, die mir stets zur Seite stand. Sie war sogar außerhalb des Unterrichts für mich da und fuhr mit mir ins Krankenhaus. Für sie habe ich meinen Song geschrieben. Das ist meine Art, mich zu bedanken.


Wer sich den „Control“-Text genau anhört, gewinnt den Eindruck: Du fürchtest dich immer noch vor epileptischen Anfällen.
Prinzipiell habe ich meine Krankheit gut im Griff. Selbst ohne Medikamente. Doch dann sind da wieder diese Momente, in denen mein Gesicht taub wird und ich es nicht mehr spüre. Dieses Gefühl löst manchmal eine Panik-Attacke bei mir aus – obwohl ich weiß, dass ich keinen Anfall kriegen werde.

Trotzdem scheinst du eine Kämpfernatur zu sein.
Sagen wir so: Wenn ich etwas will, arbeite ich hart darauf hin.


Zum Beispiel bei „The Voice Kids“, wo du 2017 zu sehen warst?
Damals hatte ich die Idee, über eine Casting-Show in die Musikbranche einzusteigen. Das brachte zwar Spaß, aber letztlich fand ich es reizvoller, mir aus eigener Kraft eine Karriere aufzubauen.


Gehst du eigentlich noch zur Schule?
Nein. Ich konzentriere mich ganz auf die Musik. Falls ich langfristig doch keinen Erfolg haben sollte, könnte ich ja irgendwann eine Ausbildung machen. Schließlich bin ich noch jung.


Würdest du dich als selbstbewusst beschreiben?
Ich bin sehr zurückhaltend. Am ehesten öffne ich mich in meinen Songs. Durch sie sollen mich die Leute kennenlernen. Ich verarbeite in meinen Liedern das, worüber ich normalerweise nicht reden kann.


Damit trifft du viele mitten ins Herz. Bremst dich die Corona-Pandemie dennoch aus?
Ich möchte mich unbedingt als Sängerin etablieren. Dafür muss ich eben auch mal eine schwierige Phase durchstehen.


Benefiz-Konzert online

> Zoe Wees gibt heute Abend um 20.15 Uhr ein Benefizkonzert im Live-Stream. Weitere Informationen dazu findest du unter www.quaratunes.de.

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