Leute : Beste Freundinnen

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Rita Ora nutzt die sozialen Medien, um sich mit ihren Fans auszutauschen.

shz.de von
23. November 2018, 22:04 Uhr

In Großbritannien reiht die Sängerin Rita Ora (Foto), 28, einen Nummer-eins-Hit an den nächsten. In Deutschland tummelt sie sich derzeit mit ihrem Lied „Let you love me“ in den Single-Charts. Gestern ist ihre zweite CD „Phoenix“ erschienen. Musikalisch setzt sie auf einen Mix aus Pop und R'n'B. Und erzählt dazu Geschichten aus ihrem Leben. Geboren ist sie im Kosovo im Südosten Europas, aber sie lebt schon lange in Großbritannien. Offenheit, beteuert sie beim Interview in einem Londoner Hotel, sei ihr wichtig.

Rita, viele Mädchen sehen in dir ein Vorbild. Was bedeutet dir das?
Ich freue mich sehr darüber. Meine weiblichen Fans sind für mich wie beste Freundinnen. Ich nutze Kanäle wie Twitter, um mich mit ihnen zu unterhalten. Mein Ziel ist es, die Mädchen besser kennenzulernen. Mich interessiert, was sie mögen. Oder welches Lieblingsalbum sie haben.

Erinnern dich diese Teenager an deine eigene Jugend?
Sie sind wesentlich cooler als ich es war. Ich wünschte, ich hätte mit 15 ein so großes Selbstbewusstsein wie meine Fans gehabt.

Warum sind sie dir in der Entwicklung voraus?
Ich denke, das ist den sozialen Medien geschuldet. Likes können das Ego stärken. Auf der anderen Seite grassiert natürlich auch jede Menge Hass im Netz. Deshalb engagiere ich mich jetzt für eine Anti-Online-Mobbing-Kampagne.

Für einige Jugendliche scheint das Internet fast eine Art Religion zu sein...
Mich persönlich interessiert eher, ob es etwas Größeres als uns Menschen gibt. Obwohl ich nicht besonders religiös bin, glaube ich an eine höhere Macht. Ich würde mich als einen spirituellen Menschen bezeichnen.

Dabei ist deine Mutter Katholikin und dein Vater Muslim.
Dennoch haben meine Eltern uns Kinder nie in eine bestimmte Glaubensrichtung gedrängt. Wir sind zwar Weihnachten in die Kirche gegangen, durften aber ansonsten unseren eigenen Weg finden.

Hat das immer funktioniert?
Ich bin durchaus jemand, der zwischen den Extremen pendelt. Auf der einen Seite feiere ich gern, auf der anderen Seite geht mir meine Karriere über alles. Zum Glück weiß ich, wie die nötige Balance halten kann.
 

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