Ein Tag in der Straßenbahn : Auf Schienen durch die Stadt

Mit dieser Straßenbahn fährt Nico den ganzen Tag durch die Stadt.
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Mit dieser Straßenbahn fährt Nico den ganzen Tag durch die Stadt.

Nico ist von Beruf Straßenbahn-Fahrer und hat uns einen Tag lang mitgenommen. Ein erlebnisreicher Ausflug.

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07. März 2014, 16:27 Uhr

So viele Knöpfe... Die Steuerung der Straßenbahn sieht anders aus als bei einem Auto. Es gibt kein Lenkrad, keine Gangschaltung - stattdessen viele Knöpfe, Anzeigen und einen Hebel.

Domenico Lorenz öffnet die Kabinen-Tür und nimmt auf dem Fahrer-Sitz Platz. Der Mann ist Straßenbahn-Fahrer und wird uns heute fahren. „Kannst mich Nico nennen“, sagt er. Ich zwänge mich also neben Nico auf einen kleinen Klappsitz und gucke durch die riesige Frontscheibe hinaus. Nico tippt auf einen kleinen Bildschirm vor ihm. Er gibt seine Route für heute ein. Dahinter steckt der Bord-Computer. „Der nimmt mir viel Arbeit ab“, erklärt Nico. Der Computer sagt etwa die einzelnen Stationen an und prüft, ob wir mit unserem Fahrplan gut in der Zeit liegen. Nico legt seine linke Hand auf den großen Schalt-Hebel und drückt ihn sanft nach vorn. Es summt leise – dann fährt die Straßenbahn los. An der ersten Haltestelle warten schon ein paar Leute. Es ist 6 Uhr 25 am Morgen. Nico zieht den Schalt-Hebel zurück und die Bahn kommt zum Stehen. Dann drückt er einen Knopf und die Türen öffnen sich. Auf einem kleinen Bildschirm beobachtet Nico nebenbei die Leute in der Bahn. Überwachungs-Kameras zeigen ihm, was sie machen.

Schließlich muss Nico auch aufpassen, dass alles in Ordnung ist. Es ist acht Uhr. Immer mehr Autos rauschen links und rechts an uns vorbei. Leute hetzen über die Straße, damit sie noch bei uns einsteigen können. Nico muss aufpassen, wann die Straße frei ist. Erst dann kann er die Türen öffnen. Der Blick aus dem großen Fenster auf die Stadt ist toll. Nur der Klappstuhl, auf dem ich sitze, wird langsam unbequem. Nico hingegen hat es schön gemütlich. Sein Fahrer-Sitz hat breite Lehnen, Stützen und alle möglichen Polster. „Ich habe sogar noch mehr Luxus hier“, sagt Nico und zeigt auf eine kleine Tür im Fußraum: ein eingebauter Kühlschrank! Wir fahren nun durch ein Wohngebiet außerhalb der Innenstadt. An der Endstation machen die Schienen einen großen Bogen. Nico fährt herum. Gleich wird er seine Straßenbahn wieder den gleichen Weg entlang steuern. Nur in die entgegengesetzte Richtung.

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