Tiere : Auch Wale können Stress haben

So ein Wal produziert in seinem Leben eine Menge Ohrenschmalz.
So ein Wal produziert in seinem Leben eine Menge Ohrenschmalz.

Forscher finden im Ohrenschmalz von Walen das Stresshormon Cortisol.

shz.de von
25. November 2018, 15:39 Uhr

Es ist zu laut. Du hast zu viel zu tun. Oder eine schwierige Prüfung steht an: Solche Momente können Stress hervorrufen. Haben wir Stress, produziert unser Körper einen bestimmten Stoff: Cortisol. Doch das ist nicht nur bei Menschen so, auch bestimmte Wale produzieren Cortisol, Buckelwale zum Beispiel.

Den Stoff kann man dann in ihrem Ohrenschmalz finden.

Das Ohrenschmalz der Wale sieht aus wie ein großer Zapfen. Das klingt ein bisschen ekelig, doch für Forscher ist das sehr interessant. Denn der Ohrenschmalz baut sich mit den Jahren in verschiedene Schichten auf. Die Schichten kann man also ungefähr den Jahreszahlen zuordnen. Genau das haben die Forscher gemacht mit dem Ohrenschmalz verschiedener Wale. Dabei entdeckten sie: Besonders viel Cortisol war zum Beispiel in den 1960er Jahren im Ohrenschmalz. Das ist die Zeit, in der Wale besonders oft von Menschen gejagt wurden. Daran erkennen die Forscher: Die Jagd verursachte besonders viel Stress. Als nächstes wollen die Forscher untersuchen, ob auch der Klimawandel den Walen Stress bereitet.

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