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Zahl der verletzten Polizisten steigt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Brennpunkt Großstadt: Landesweit wurden im vergangenen Jahr zwar weniger Polizisten im Dienst angegriffen als noch 2012, in Kiel ist die Zahl hingegen leicht gestiegen. 65 Polizisten wurden 2013 in der Landeshauptstadt im Dienst verletzt – das sind fünf mehr als im Vorjahr.

Allerdings ging landesweit wie auch in Kiel die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Polizisten auf 153 zurück. 2012 waren es zehn Fälle mehr. Die Spitze bilden die Widerstandsanzeigen (108), gefolgt von Körperverletzungen (35) sowie drei Landfriedensbrüchen.

„Es ist in der Tat so, dass die Gewalt in den Großstädten stärker zunimmt“, sagte Innenminister Andreas Breitner (SPD) gestern am Rand einer Tagung von 300 Führungskräften der Polizei in der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz bei Kiel. Auch die Zahl der Angriffe auf Polizisten in Neumünster und Lübeck sei gestiegen. Die verbale Gewalt gegen Beamte steige ebenfalls. Der Tatbestand werde jedoch noch zu oft bagatellisiert.

Landespolizeidirektor Ralf Höhs sagte, die Zahlen seien inakzeptabel hoch – „und sie sind nicht nur im alkoholschwangeren Wochenendwahnsinn verbreitet“.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) forderte mehr Respekt gegenüber den Beamten und schilderte auch persönliche Erfahrungen. „Meine Tochter fragt mich wenn ich bei Holstein bin: ,Warum ist da Krieg, Papa?‘ Und dann weiß ich, was es für Polizisten bedeutet, sich zwischen die Kriegsparteien zu stellen.“ Der Ministerpräsident gab zu, dass er jedes Mal froh sei, wenn sein Sohn am Wochenende aus der Bergstraße heil wieder nach Hause komme – „weil ich weiß, was da passiert“.

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erstellt am 06.Feb.2014 | 04:32 Uhr

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