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Zahl der Verkehrsunfälle steigt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verkehrssicherheitsbericht für 2016: Zwei Fußgänger und ein Radfahrer starben auf den Kieler Straßen

An 39 Stellen im Kieler Stadtgebiet knallt es im Jahresdurchschnitt besonders häufig – das macht der Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Kiel für das Jahr 2016 deutlich, den Hauptkommissar Stefan Kalinowski und Thomas Bauchrowitz (Leitender Kriminaldirektor) gestern vorstellten.

Zu den sogenannten „Unfallhäufungsstellen“ zählen neben Rondeel und Waldwiesenkreuz die Knotenpunkte Westring    /  Olshausenstraße, Schützenwall  /  Ringstraße und Ringstraße  /  Hopfenstraße. An vorderster Front unter den Unfallschwerpunkten stehen aber die Kreuzungen Ostring  /  Schönkirchener Straße und Ostring  /  Preetzer Straße mit zehn und elf Unfällen, trauriger Anführer der Unfallstatistik ist die Kreuzung Westring  /  Gutenbergstraße. Hier krachte es zwölf Mal im vergangenen Jahr.

Unfallhäufungsstellen sind Orte, an denen sich die gleiche Art von Unfall mindestens drei Mal ereignet, erklärt Hauptkommissar Stefan Kalinowski. „Dann setzen sich Polizei, Tiefbauamt und Verkehrsbehörde zusammen und prüfen, ob Ampeln und Verkehrsschilder richtig zu sehen sind, ob sie an den richtigen Stellen stehen oder womöglich durch Baumbewuchs verdeckt sind.“

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle nimmt von Jahr zu Jahr zu: Waren es 2007 noch 5347 Unfälle, zählt die Polizei im Jahr 2016 bereits 8860 – das entspricht einer Zunahme von 66 Prozent. Zwar verlaufen 83 Prozent der registrierten Unfälle im Stadtgebiet ohne Personenschaden und mit geringfügigen Ordnungswidrigkeiten verhältnismäßig glimpflich, zwei Fußgänger und ein Radfahrer verunglückten 2016 jedoch tödlich. Hauptursache von Unfällen im Straßenverkehr sind Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Einfahren sowie bei der Vorfahrt.

Mit 490 Kollisionen und Stürzen erreichen die Fahrradunfälle den zweithöchsten Stand der letzten zehn Jahre. Mehr als die Hälfte davon verursachten allerdings nicht die Radfahrer selbst, sondern andere Fahrzeugführer. Trotzdem: 17 Prozent aller Fahrten im Stadtgebiet erfolgen auf dem Drahtesel. Stefan Kalinowski: „Und die Hauptursache für Unfälle mit dem Rad ist die nicht angepasste Geschwindigkeit“. So sei das Fahren mit 40 Kilometern pro Stunde nicht überall vernünftig.

Die Zahl der Unfälle mit Fußgängern erhöhte sich gemäß Verkehrssicherheitsbericht im Vergleich zu 2015 von 157 auf 163, die Verkehrsunfälle mit Kindern sanken dagegen von 94 auf 84. Unfallauslöser waren hierbei häufig Fehler beim Überqueren der Straße.

Stolz blicken die Beamten auf die Aufklärungsquote, die mit 51 Prozent (2015: 45 Prozent) einem positiven Trend folgt. „Es ist bemerkenswert“, zieht Thomas Bauchrowitz Bilanz, „wenn man bedenkt, dass mehr als die Hälfte der Fälle zur Aufklärung gebracht werden.“

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erstellt am 07.Apr.2017 | 14:03 Uhr

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