Neue Innenstadt : Woolworth-Abriss läuft an

Hinter dem Bauzaun  beginnt mit den Arbeiten an der Fassade der Abriss des früheren Woolworth-Gebäudes.
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Hinter dem Bauzaun beginnt mit den Arbeiten an der Fassade der Abriss des früheren Woolworth-Gebäudes.

Rings um den Bootshafen in der Kieler Innenstadt stehen Bauzäune. Das gesamte Areal durchläuft in den nächsten beiden Jahren eine radikale Veränderung. Woolworth und C & A war gestern, die Zukunft mit dem „Kiel-Kanal“ zeigt sich Ende 2019.

shz.de von
22. März 2017, 17:07 Uhr

Im Zentrum der Landeshauptstadt wird’s in diesen Tagen staubig. Der Abriss des leerstehenden Woolworth-Gebäudes am Berliner Platz steht unmittelbar bevor. Und auch gegenüber auf der anderen Straßenseite macht der Frühling offenbar alles neu. Vor dem Markthallen-Komplex mit der einstigen C  &  A-Filiale ist ebenfalls der Bauzaun aufgestellt. Das Areal rings um den Bootshafen verändert sich in den nächsten Wochen grundlegend – genau das war und ist die Absicht der Stadtplaner.

Kritiker bemängeln, dass das Woolworth-Haus noch zu den attraktiveren Neubauten in der Kieler Innenstadt gehörte. Es ist im Übrigen keine 30 Jahre alt geworden. Am 11. April 1990 war der Vorgänger-Bau in Flammen aufgegangen. Sämtliche Kieler Feuerwehren waren damals mit einem der größten Brände seit dem Kriege und beschäftigt. Der Neubau, der nur wenig später an gleicher Stelle entstand, erntete mit seiner ansprechenden Architektur viel Lob.

Für einen „zweistelligen Millionenbetrag“ will das Duisburger Unternehmen Fokus Development jetzt ein neues Geschäftshaus hochziehen (wir berichteten). Nähere Angaben machte der Projektentwickler nicht. Gleich nach dem Abriss soll der Hochbau beginnen, für den Herbst 2019 ist die Eröffnung geplant.

Angeblich ist bereits ein langfristiger Mietvertrag mit einem Handelsunternehmen unterzeichnet, den Namen gibt Fokus Development nicht bekannt. Hinter vorgehaltener Hand war oft vom Textil-Discounter „Primark“ die Rede, bestätigt wurde dieser Name aber nie. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, bei einer Gesprächsrunde zur Innenstadt auf den künftigen Großmieter angesprochen, verwies vielsagend auf ein „irisches Modehaus“ – Primark stammt aus Irland.

Falls die Pläne am Bootshafen umgesetzt werden, erhält das Areal ein völlig neues Gesicht. Bis Ende 2019 soll auch das Wasserbecken an der Holstenbrücke, der sogenannte „Kiel-Kanal“, stehen. Auch hier haben die Vorarbeiten bereits begonnen. Neun Bäume an der Kaistraße wurden jüngst kurzerhand gekappt, sie machen Platz für eine provisorische Bushaltestelle – denn ab Herbst ist die Holstenbrücke gesperrt.  

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