Studenten-Demo : Wohnheim schließt – Sorge um günstige Zimmer

demo studenten

Mit einem Zelt auf dem Rathausplatz machten gestern Studenten aus Kiel auf ihre Wohnungsnot aufmerksam - die war gestern auch Thema in der Ratsversammlung. Parallel wurde bekannt, dass das FH-Wohnheim am Jägersberg zum nächsten Sommersemester aufgegeben wird.

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22. November 2013, 00:33 Uhr

Unter dem Motto „Wohnen statt Zelten“ rief das Sozialpolitische Referat der Uni Kiel gestern zur Demonstration auf dem Rathausplatz auf – um sich anschließend in der Ratsversammlung in der Aktuellen Stunde Gehör zum Dauer-Thema studentische Wohnungsnot zu verschaffen. Ein Zelt unterstrich plakativ die Meinung der Studenten. Denn wer auf Wohnungssuche geht, der steht zu Beginn des Wintersemesters oft ohne Zimmer da. Jugendherbergen und Ferienwohnungen müssen herhalten. „Wir wissen von Fällen, dass Leute in ihren Autos geschlafen haben“, berichtet Sophia Schiebe vom Sozialpolitischen Referat. Für die drei Studentinnen der Muthesius Kunsthochschule Carina Lange, Debora Bialowons und Insa Hollenberg geht es bald wieder auf Wohnungssuche. „Wir müssen aus dem Studentenwohnheim Jägersberg raus“, sagt Lange. Der Pressesprecher des Studentenwerks, Renko Buss, bestätigte gestern, dass die Fachhochschule als Eigentümer das Haus mit 15 Einzelzimmern zum kommenden Sommersemester aufgebe – „aus Kostengründen“. Allen betroffenen Studenten wolle man aber einen Platz in einem der anderen neun Kieler Wohnheime anbieten.

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