Feuer-Alarm : Wohnhäuser nach Kellerbrand evakuiert

Bei der Evakuierung der Häuser brachten die betroffenen Bewohner auch ihre Vierbeiner in Sicherheit.
1 von 2
Bei der Evakuierung der Häuser brachten die betroffenen Bewohner auch ihre Vierbeiner in Sicherheit.

Hat der Feuerteufel wieder zugeschlagen? Die Feuerwehr rückte in der Nacht zu mehreren Bränden auf dem Ostufer aus. Dutzende Menschen mussten in die Notunterkunft ausweichen, zwei schwangere Frauen kamen ins Krankenhaus.

shz.de von
13. März 2018, 19:29 Uhr

Aufregende Nacht für die Berufsfeuerwehr und natürlich auch für die betroffenen Bewohner: Gleich zu drei Brandeinsätzen in Gaarden mussten die Rettungskräfte in der Nacht zum Dienstag eilen. Zumindest bei zwei Tatorten wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Seit Jahren schon hält eine Serie absichtlich gelegter Kellerbrände auf dem Ostufer die Feuerwehr auf Trab, in der jüngsten Zeit allerdings wurden keine Vorfälle gemeldet.

Bei einem Feuer in der Wohnanlage im Gustav-Schatz-Hof hatte sich der beißende Rauch aus dem Keller in zwei Mehrfamilienhäuser ausgebreitet. 90 Bewohner mussten ihr Domizil verlassen, so ein Feuerwehrsprecher. Sie wurden zunächst in einem KVG-Bus und anschließend einer Notunterkunft untergebracht. Zwei schwangere Frauen, die Rauchgas eingeatmet hatten, wurden vorsorglich in die Universitätsklinik gefahren.

Nur wenige Häuser entfernt hatte es im gleichen Hof drei Stunden zuvor im Keller ebenfalls gebrannt. Im Haus waren zu diesem Zeitpunkt etwa 60 Personen, verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Ebenfalls in Gaarden – aber nicht in Nähe der ersten beiden Einsatzorte – geriet eine Wohnung in Brand. Verletzte gab es nicht, 45 Bewohner mussten ihre Wohnungen allerdings vorübergehend verlassen. Insgesamt waren 250 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz.

„Fast alle Kräfte wurden mobilisiert“, sagte der Sprecher. Im Einsatz war auch die Bundeswehrfeuerwehr. Die Brände wurden in allen drei Fällen gelöscht. Gestern untersuchten Experten die Brandorte, um die Ursachen zu ermitteln und mögliche Zusammenhänge herzustellen. Ergebnisse lagen gestern noch nicht vor.

Außerdem löste in der Nacht eine Brandmeldeanlage im Kieler Ostuferhafen Alarm aus. „Da war zum Glück aber nichts“, sagte der Sprecher.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen