Groko : „Wir haben viel erreicht“: Daniel Günther im Interview

Daniel Günther
Foto:
Daniel Günther ist sich sicher, dass der Koalitionsvertrag über die gesamte Legislatur halten wird.

Der Ministerpräsident spricht über den Koalitionsvertrag und die Schmerzen der CDU.

von
07. Februar 2018, 18:58 Uhr

Herr Günther – der Koalitionsvertrag  steht, aber hält die Groko volle vier Jahre?

Vier Jahre schaffen wir jetzt nicht mehr ganz. Dafür haben wir uns trotz der kürzesten Koalitionsverhandlungen alle Zeiten zu viel Zeit gelassen. Aber der Koalitionsvertrag bietet die Gewähr für eine stabile Regierung von CDU, CSU und SPD über die gesamte Legislatur.

Wo profitiert Schleswig-Holstein von dem erneuten schwarz-roten Bündnis?

Da kann sich eine ganze Menge sehen lassen. Ich habe ja im Energiebereich mitverhandelt. Da haben wir eine Menge für die erneuerbaren Energien, für die Speicherung von Windkraft oder bei der Flüssiggas-Technologie  erreicht, von dem wir hier im Land profitieren werden. Aber auch bei Bildung, Forschung oder Digitalisierung gibt es kräftige Fortschritte.

Wo hat die Union aus Ihrer Sicht schmerzhafte Zugeständnisse machen müssen?

Ohne Zweifel beim Zuschnitt der Ressorts. Das hat ein wenig Schatten auf die guten Verhandlungsergebnisse geworfen. Das war auch in den Gremiensitzungen der Union zu spüren.

Hätten Sie lieber Ralf Stegner als Finanzminister in Berlin gesehen statt Olaf Scholz?

Ich hätte natürlich lieber einen Finanzminister der CDU gesehen. Aber mit dem Kollegen Olaf Scholz habe ich als Ministerpräsident immer gut zusammengearbeitet. Insofern wird das gut funktionieren.

Warum muss Angela Merkel die gesamte Legislatur Bundeskanzlerin bleiben? 

Weil sie eine starke Kanzlerin ist. Das hat sie in den Verhandlungen erneut unter Beweis gestellt. Angela Merkel wird es gelingen, dem Bündnis auch mit neuen Gesichtern in den Ressorts  eine neue Strahlkraft zu geben. Und das über die Legislaturperiode hinaus. 
 

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen