Saisonstart : Wickie und die jungen Segler

Symbolischer Akt: (von links) Stadtwerke-Chef Frank Meier und Stadtrat Wolfgang Röttgers händigen den Friedrich-Junge-Schülern Frida, Finn und Max das Steuerrad aus – der Nachwuchs hat wieder das Kommando im Camp.
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Symbolischer Akt: (von links) Stadtwerke-Chef Frank Meier und Stadtrat Wolfgang Röttgers händigen den Friedrich-Junge-Schülern Frida, Finn und Max das Steuerrad aus – der Nachwuchs hat wieder das Kommando im Camp.

In den vergangen zwölf Jahren haben 80 000 Mädchen und Jungen an der Kiellinie das Segeln erlernt. Gestern startete das Camp 24/7 in die neue Saison. Zur offiziellen Eröffnung im kleinen Zeltdorf kam auch das Wikinger-Maskottchen Wickie.

shz.de von
06. Mai 2015, 12:29 Uhr

Eigentlich ist Wickie längst erwachsen. 1974, vor über 40 Jahren, strahlte das ZDF erstmals die Trickfilmserie über den kleinen klugen Wikingerjungen aus. Der TV-Held, in den Augen seiner ungezählten Anhänger ewig jung geblieben, ist so beliebt, dass er zur eigenen Werbemarke avancierte. Beim Camp 24/7 gehört Wickie jetzt zu den gut 90 Unterstützern. Das Wikinger-Maskottchen begleitete gestern die Saisoneröffnung des Segelstützpunktes an der Kiellinie und übergab dem Nachwuchs bei dieser Gelegenheit auch einen eigenen, natürlich auf den Namen „Wickie“ getauften Optimisten.

„Keine Angst“ – mit diesen Worten begann Stadtrat Wolfgang Röttgers seine kleine Eröffnungsrede. Keine Angst vor dem Element Wasser – immerhin betreuen ausgebildete Segellehrer den Nachwuchs bei ihren kleinen Manövern auf der Förde. Und keine Angst vor der neuen Saison, die die laufende Zahl 13 trägt. Aberglaube ist für Röttgers nicht angebracht angesichts der echten Begeisterung, die die jungen Wassersportler in jedem Sommer mitbringen. Und mit Blick auf die Kieler Olympia-Bewerbung für 2024 mutmaßte der Stadtrat: „Vielleicht finden wir unter den heutigen kleinen Seglern ja den späteren Olympiasieger.“

Hauptsponsor des Camps 24/7 sind die Kieler Stadtwerke. Ihr Vorstandschef Frank Meier stellte gestern fest: „Jedes Kind kann segeln lernen.“ In zwölf Jahren haben im Camp rund 80  000 Mädchen und Jungen Lehrgänge absolviert. Optimisten, Jollen und Kutter stehen bereit. Gute vier Monate lang, bis Mitte September, können Kinder, Schulklassen und auch Familien unter Anleitung aufs Wasser gehen. Nach Auskunft von Kiel-Marketing, dem Betreiber des Camps 24/7, ist der Andrang auf die Segel-Ausbildung groß. Bislang aber konnten nahezu alle Wünsche etwa der Schulen erfüllt werden.

Seit 2003, also von Anfang dabei, ist beispielsweise die Friedrich-Junge-Grundschule, wie die Lehrerin Claudia Schulz-Griese betont. Sämtliche Schüler der dritten Klassen lernen zunächst auf Kuttern und Jollen, als Viertklässler dürfen sie dann ein Jahr später auch die kleinen Optis steuern. Von Vorteil ist, dass Busse im KVG-Pendeldienst die Klassen direkt an der Schule abholen und nach dem Segellehrgang auch dort wieder abliefern. Das erleichtert die Organisation. Mittlerweile ist das Segeln fest im Schulprogramm verankert, erklärt Schulleiterin Katharina Bruhn.

Unter Tel. 0431  /  901-25  73 erhalten Neugierige weitere Auskünfte zum Camp 24/7. Das vollständige Programm, zudem an Land auch Beach-Volleyball, der Segelsimulator und ferngesteuerte Modellboote gehören, ist im Internet unter www.camp24-7.de einsehbar.  

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