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Werden Mieten in Kiel künftig gedeckelt?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 03:55 Uhr

Die Diskussion um die Kappungsgrenze für Mieten hat die Landeshauptstadt erreicht. Da das Land bis zum 21. September eine klare Position Kiels zum Thema erwartet, drängt die Zeit. Die Verwaltung war in ihrer jüngsten Stellungnahme im Sozialausschuss verhalten, wollte den aktuellen Mietspiegel abwarten. Kappungsgrenzen seien laut Wohnungsamt in extrem angespannt Wohnungsmärkten ein geeignetes Instrument. Sie würde bei Einführung in Kiel dafür sorgen, dass binnen der nächsten drei Jahre die Mieten nicht um 20 sondern um 15 Prozent bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete steigen dürfen. Jedoch fänden sich in Kiel sowohl nachgefragte Viertel sowie Quartiere mit Leerstand, wie am Ostufer. „Wohnungsnot gibt es als solche eigentlich nicht, betrachtet man ganz Kiel und das tun wir“, sagte Manfred Wagner vom Amt für Wohn- und Grundsicherung. Derzeit liege der durchschnittliche Mietpreis bei 5,78 Euro pro Quadratmeter (kalt/netto). Laut Verwaltung sei dies das Niveau von 2002. Während sich die wohnungspolitischen Sprecher der Fraktionen noch vor der Ratsversammlung am 18. September beraten wollen, steht die Meinung von Haus&Grund fest. Geschäftsführer Sönke Bergemann ist dagegen, warnt vor negativen Folgen auf dem Markt: „Bestraft werden mit einer derartigen Maßnahme die Eigentümer, die sich seit Jahren und teilweise Jahrzehnten bei der Mietensteigerung äußerst zurückgehalten haben.“ Der Mieterverein hingegen ist für eine schnelle Einführung. Seit 2008 seien nach seinen Berechnungen die Mieten immer schneller gestiegen. Die Rathauskooperation will ihre Entscheidung erst treffen, wenn der aktuelle Mietspiegel vorliegt.

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