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Weltkriegs-Blindgänger erfolgreich entschärft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 06:53 Uhr

Experten des Kampfmittelräumdienstes haben gestern im Kieler Stadtteil Meimersdorf eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in nur 15 Minuten entschärft. Zuvor waren im Umkreis von 500 Metern um den Blindgänger Bauernhöfe, Häuser und Wohnungen aus Sicherheitsgründen evakuiert worden. Mehrere Tausend Menschen mussten nach Angaben der Stadt ihre Wohnung oder ihren Arbeitsplatz verlassen. Die Arbeiten liefen ohne nennenswerte Probleme ab. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger sollte ursprünglich schon am Freitag entschärft werden, das wurde aber wegen Orkan „Xaver“ abgesagt. Gefunden wurde die Bombe bei Bodenuntersuchungen und Luftbildauswertungen. Erst am Mittwoch vergangener Woche hatten die Experten des Kampfmittelräumdienstes im Kieler Stadtteil Wellsee einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Auch diese 250-Kilo-Bombe war bei Bodenüberprüfungen entdeckt worden. Kiel war als Marine- und Werftenstandort im Zweiten Weltkrieg wiederholt bombardiert worden. Bei rund 90 Luftangriffen warfen die Alliierten zwischen Juli 1940 und Mai 1945 etwa 44 000 Sprengbomben, 900 Minenbomben und rund 500 000 Brandbomben über der Stadt ab.

Neuer Prozess gegen Schwimmtrainer



Das Missbrauchs-Verfahren gegen den früheren Olympia-Schimmtrainer Farshid S. geht in die dritte Runde. Die Anklage habe gegen den Freispruch durch das Kieler Amtsgericht Berufung eingelegt, bestätigte Staatsanwältin Barbara Gradl-Matusek gestern. Nun muss sich das Kieler Landgericht mit dem Fall befassen. Die Anklage wirft dem 41-jährigen Sportwissenschaftler sexuellen Missbrauch einer Schutzbefohlenen vor. Von ursprünglich 18 angeklagten Fällen hält die Staatsanwältin 12 für erwiesen. Dafür beantragte sie zwei Jahre Haft auf Bewährung. Das Amtsgericht folgte aber nach dem Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ der Verteidigung, die von einem Liebesverhältnis ausging. Es sei nicht auszuschließen, dass die junge Frau – damals 16 – die sexuellen Handlungen im Zuge einer Therapie umgedeutet habe, meinte das Gericht. Die heute 25 Jahre alte Jura-Studentin hatte 2009 Strafanzeige gestellt. Der Prozess war bereits vor einem Jahr im ersten Anlauf wegen eines fehlenden Glaubwürdigkeitsgutachtens geplatzt. Er musste deswegen neu aufgerollt werden.

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