Vortrag über die psychischen Folgen von Kriegserlebnissen bei älteren Menschen

Menschen suchen Schutz in einem Luftschutzstollen: Nicht aufgearbeitete Kriegserlebnisse können viele Familien belasten. Foto: Mahnmal Kilian
Menschen suchen Schutz in einem Luftschutzstollen: Nicht aufgearbeitete Kriegserlebnisse können viele Familien belasten. Foto: Mahnmal Kilian

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28. Mai 2013, 03:59 Uhr

Kiel | Der Kieler Verein Mahnmal Kilian lädt am morgigen Mittwoch, 29. Mai, zu einer Veranstaltung in den Flandernbunker (Hindenburgufer 249, am Tirpitzhafen) ein. Dort wird der Psychiater, Psychoanalytiker und Altersforscher Prof. Dr. Hartmut Radebold einen Vortrag mit dem Titel "Kindheiten und Jugendzeiten im 2. Weltkrieg - lebenslange Folgen?" halten. Dabei wird er auf die psychischen Folgen der Kriegserlebnisse für Menschen, die pflegebedürftig sind oder es noch werden, eingehen.

So verdichten sich häufig nicht aufgearbeitete Erlebnisse zu sehr schmerzhaften Rückbesinnungen. Diese unverarbeiteten Traumata belasten viele Familien bis in die dritte Generation. Daher müssen alle Beteiligten mit besonderer Sensibilität und Sorgfalt auf die Bedürfnisse der nachhaltig von Kriegserlebnissen geprägten älteren Menschen eingehen.

Im Anschluss findet ein Empfang im Rahmen der Fachtagung "Kriegskinder - Kriegserfahrungen und Pflege" statt, die am 30. Mai im Bürgerhaus Kronshagen abgehalten wird. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, um eine Spende wird gebeten, eine Anmeldung ist beim Büro im Flandernbunker unter Tel. 0431/2606309 erwünscht.Informationen: www.mahnmalkilian.de

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