Prozess gegen Olympia-Trainer : Vorerst doch keine weiteren Zeugen

Im Missbrauchsprozess gegen einen Olympia-Schwimmtrainer werden - anders als geplant - zunächst doch keine weiteren Zeugen gehört.

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18. August 2012, 12:45 Uhr

Kiel | Im Missbrauchsprozess gegen einen Olympia-Trainer wurden am Freitag zunächst doch keine weiteren Zeugenaussagen erwartet. Wie ein Sprecher des Kieler Amtsgerichts mitteilte, sollten Urkunden verlesen werden. Ob danach noch Zeugen gehört werden oder anderen Beweisanträgen stattgegeben wird, sei noch offen. Wäre dies nicht der Fall, könnte es am Freitag noch zu den Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung kommen - möglicherweise auch schon zu einem Urteil.
Der 40 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen sexuellen Missbrauchs einer Schutzbefohlenen verantworten. Der Trainer soll sich an einer jungen Schwimmerin von 2004 bis 2006 in 18 Fällen vergangen haben.
Das mutmaßliche Opfer ist auch Nebenklägerin in dem Verfahren. Die junge Frau hatte 2009 Strafanzeige gestellt. Auf Anordnung des Gerichts war nur die Anklageverlesung öffentlich. Das Urteil soll ebenfalls öffentlich verkündet werden.

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