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Holstein Kiel gegen Dynamo Dresden : Vor dem Risiko-Spiel: Holstein Kiel gibt sich gelassen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Sonnabend kommt Dynamo Dresden zum Punktspiel in der Dritten Fußball-Liga an die Förde. Hunderte Polizisten sind vorsichtshalber im Einsatz – bei den letzten Begegnungen ist es allerdings friedlich geblieben.

Kiel | Auf den ersten Blick ist es ein normales Punktspiel in der 3. Liga: Holstein Kiel kickt gegen Dynamo Dresden. Doch insbesondere die Partien gegen Ost-Mannschaften wie Hansa Rostock, Dynamo Dresden oder den 1. FC Magdeburg erfahren unter Sicherheitsaspekten besondere Aufmerksamkeit. Die Begegnung am Sonnabend, 24. Oktober, gilt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als „Risiko-Spiel“ – schon lange vor dem Anstoß um 14 Uhr sind Hunderte von Polizisten im Einsatz.

Beim Gastgeber Holstein Kiel gibt man sich allerdings absolut gelassen. Der vereinseigene Ordnungsdienst und die Polizei hätten in der Vergangenheit die Aufgabe „bravourös gelöst“, wie Holstein-Pressesprecher Patrick Nawe lobt. Und er ist zuversichtlich, dass es auch am Sonnabend keine negativen Schlagzeilen geben wird.

Die sportliche Situation ist auf beiden Seiten angespannt. Dynamo Dresden kommt zwar als Tabellenführer an die Förde, will und muss sich aber nach der überraschenden Heimpleite gegen Cottbus beweisen. Holstein, zu Saisonbeginn als Titelmitfavorit gehandelt, liegt auf Platz 16 deutlich hinter den Erwartungen (nicht nur) der Fans zurück.

Bislang sind 5500 Tickets für die sportlich brisante Partie abgesetzt worden, allein 1400 Karten haben die Anhänger der Dresdner Mannschaft erworben. Polizeisprecher Matthias Arends schätzt, dass die Schlachtenbummler aus Sachsen wegen der schlechten Bahnverbindungen zumeist mit Autos und Bussen anrollen. Für sie steht – wie in ähnlichen Partien erprobt – der Parkplatz an der Olshausenstraße in Uni-Nähe zur Verfügung. Shuttle-Busse sollen sie dann zum Stadion bringen.

Dabei verfährt die Polizei nach bewährtem Muster: „Die Fan-Gruppen beider Vereine werden konsequent getrennt – auch beim Weg ins Stadion und auf dem Rückweg.“ Und natürlich werden sie auch während der Fußballpartie in streng voneinander abgeschirmten Zuschauerblöcken über die Tore ihrer Mannschaften jubeln.

Arends setzt darauf, dass Rangeleien und Prügeleien rund um die Partie auch diesmal ausbleiben. Beim letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften zu Beginn des Jahres ist es nach seinen Worten sehr ruhig geblieben. Das könnte ein gutes Omen sein. Auch sportlich: Holstein gewann am 14. Februar mit 1:0 – und kletterte in der Tabelle nach oben.  

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erstellt am 21.Okt.2015 | 18:44 Uhr

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