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Von "Würstchendeutschen" und "Dänenwikingern"

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Heute wird ein anderes Bild über Deutsche und Dänen gezeichnet als noch vor 15 Jahren. So werden Deutsche von Dänen beispielsweise nicht mehr zuerst mit dem Nationalsozialismus verbunden. Das zeigen erste Erkenntnisse aus dem im Sommer 2012 gestarteten Interreg-4a-Projekt "Nationale Stereotype und Marketingstrategien in der deutsch-dänischen interkulturellen Kommunikation" (SMiK).

Das Projekt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Süddänischen Universität Odense (SDU) will aktuelle deutsch-dänische nationale Stereotype ermitteln, linguistisch beschreiben und für den Unterricht in der beruflichen Bildung didaktisch aufbereiten. Dadurch sollen die positiven Potenziale von Stereotypen für die Wirtschaft nutzbar gemacht und Probleme in der interkulturellen Verständigung im deutsch-dänischen Grenzgebiet verringert werden.

Entspannt, glücklich und hierarchieflach: So sehen Deutsche in der deutsch-dänischen Grenzregion ihre nördlichen Nachbarn. Andersherum bezeichnen die dort lebenden Dänen Deutsche insbesondere als geradlinig, fleißig und zuverlässig. Das zeigten Fragebögen, die die Wissenschaftler in Voruntersuchungen unter deutschen und dänischen Studenten, bei der in beiden Ländern vertretenen Firma Sauer-Danfoss und auf der Kieler Woche verteilt hatten. "Wir haben festgestellt, dass es im Vergleich zu älteren Studien zu einem Wandel der Stereotype weg vom Würstchendeutschen und Dänenwikinger gekommen ist", berichtet Dr. Erla Hallsteinsdóttir von der Süddänischen Universität Odense, Projektleiterin auf dänischer Seite. Politische Ereignisse der letzten Jahre wie die Einführung des Euro oder die dänischen Grenzkontrollen hätten auf deutscher Seite aber auch das Bild besonders EU-kritischer Dänen erzeugt.

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