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Gründercup : Von der Idee zur Marktreife – pfiffige Köpfe gesucht

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alumni-Treffen zum zehnten Geburtstag: Zahlreiche gute Ideen des Gründercups wurden bisher umgesetzt und sind mittlerweile als Unternehmen auf dem europaweiten Markt vertreten. Bis Ende September können sich neue Existenzgründer bewerben.

Netzwerken, Gründergeschichten austauschen, Erfolge feiern und voneinander lernen. Nominierte, Gewinner, Sponsoren und Partner des GründerCups Kiel Region trafen sich Donnerstagabend anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens zu ihrem ersten Alumni-Treffen im Radiozentrum Kiel.

Der GründerCup prämiert Business-Pläne. Gesponsert vom Radiounternehmen Regiocast, der Wirtschaftskanzlei Tacke Maracke, der Fördesparkasse und Regionale-Qualitäts-Partner (RQP), besteht die Jury aus Wirtschaftsprofis. Knallhart wird kalkuliert, nachgerechnet und die Rentabilität beurteilt. Aber auch die Existenzgründer, die mit ihrem Konzept nicht überzeugen, profitieren von einer Teilnahme, denn sie erhalten ein detailliertes Feedback über Stärken und Schwächen ihrer Geschäftsidee und wertvolle Tipps.

Yvonne Smith von der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs-GmbH: „Es ist spannend, zu verfolgen, was aus den Start-up-Unternehmen geworden ist.“

Kirsten Voß beispielsweise kaufte 2008 in Rendswühren einen Resthof und eröffnete mit dem denkmalgeschützten Hof Viehbrook ein ländliches Kultur-, Bildungs- und Erlebniszentrum. „Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass eine Idee aus dem ländlichen Raum gesiegt und Aufmerksamkeit erregt hat“, sagt sie. Seit dem entwickelt sich ihr Unternehmen immer weiter. Auch heute noch sprüht Voß vor Ideen. „Wir haben mehr als wir umsetzen können.“

Bei Philipp von Throttas 2007 nominierter Idee, dreidimensionale Fotos herzustellen und zu verkaufen, hat es nicht gleich geklappt. Für ihn war die Auseinandersetzung mit dem Businessplan sehr wichtig. „Ich war gezwungen, mich immer wieder zu fragen, was tust du eigentlich genau?“ Er hat sein Konzept so lange hinterfragt und sich mit den Details auseinandergesetzt, bis er es 2012 endlich geschafft hat: Realeyes ist marktreif. Und sein Blick ist auf die USA gerichtet. „Man braucht viel Geduld, Zeit und Geld“, erinnert er sich. Nach der Marktreife war die zweite große Herausforderung, das Produkt in den Markt hineinzugeben. „Es ist ein harter Kampf um den Kuchen“, sagt er.

Auch Holger Gerken und sein Team haben die GründerCup-Jury mit ihrer Idee, Software zur Visualisierung von Geschäftsideen zu entwickeln, 2011 nicht überzeugt. Er erinnert sich noch gut daran, wie es war, in die Gesichter der Jury-Mitglieder zu sehen. „Ich habe denen angesehen, dass sie gar nicht wussten, was ich da mache. Da wusste ich, dass ich an meiner Kommunikation arbeiten muss.“ Auch das hat geklappt. Er hat einen Prototyp entwickelt und so zwei Stipendien gewonnen.

„Ich bin immer an Ideen interessiert, die aus der Uni kommen“, sagt Sönke Block von Tacke Maracke. Er ist beeindruckt vom Mut vieler Existenzgründer, das zu tun, woran sie glauben, und von sich überzeugt zu sein. Jan Thedens von RQP ist fokussiert auf die Frage, wie auch die Bank überzeugt werden kann.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Preise und Beratungsleistungen im Gesamtwert von 23 000 Euro zu gewinnen. Wer eine vielversprechende Geschäftsidee hat, kann den Businesspläne noch bis zum 30. September einreichen.


Mehr Infos: www.gruendercup.de



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erstellt am 30.Aug.2014 | 04:30 Uhr

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