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„Leik“ : Vom Sanierungsfall zum Erfolgsmodell

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Einkaufszentrum an der Holstenstraße stand lange leer. Investoren sanieren das Gebäude für 15 Millionen Euro. Ein Großteil der Flächen ist schon vermietet.

Im Fitnesszentrum von Kieser Training schwitzen schon die Sportfreunde. Wenige Meter entfernt schuften noch die Bauarbeiter. Es wird gehämmert, gebohrt, gesägt, gemalt, poliert – und das seit einem Jahr. Das ehemalige „Leik“-Einkaufszentrum wird für insgesamt rund 15 Millionen Euro von der Düsseldorfer Centrum-Holding saniert. Nach und nach ziehen seit Jahresbeginn die ersten Mieter ein. Fast alle Flächen von insgesamt 11  400 Quadratmetern sind vergeben. Nach Kieser eröffnet am 2. April der Modeanbieter TK Maxx seinen 4. Shop in Schleswig-Holstein mit 2600 Quadratmetern auf drei Etagen. Augenoptik-Riese Fielmann folgt im Sommer mit deutlich größerer Laden- und Werkstattfläche. Auch die Büroräume in den oberen Etagen sind so gut wie komplett vermarktet: Mitte Juni zieht der Landesrechnungshof auf rund 4000 Quadratmetern ein, wird mindestens 15 Jahre bleiben. Jetzt steht zudem der Vertragsabschluss mit einer Versicherung über 400 Quadratmeter bevor. Klingt nach einer Erfolgsgeschichte. Und das, obwohl das Gebäude lange leer stand.

Volker Poier, Projektentwickler der Centrum Holding, klingt denn auch zufrieden: „Wir hatten damit gerechnet, dass es mit der Bürovermietung länger dauert.“ Frei sind jetzt noch zwei Ladenflächen an der Bootshafen-Seite, wo Centrum gern Gastronomie sehen würde. Auch dort, wo bis vor zwei Jahren das Unterhaltungscenter Kiel (UCK), Erotik-Kino von Beate Uhse war, bleibt vorerst alles dunkel. „Da haben wir keine Sorge, sind im Gespräch mit Gastronomen und bauen erst um, wenn Mieter feststehen“, erklärt Poier zuversichtlich.

Ansonsten gibt es im Ex-„Leik“ nach Angaben des Projektentwicklers keinen Raum, der nicht überarbeitet wurde. Teilweise waren bis zu 200 Kräfte im Einsatz, so Memnun Bico, technischer Projektleiter vor Ort (Foto). Derzeit erhält etwa der neue Konferenzraum des Landesrechnungshofs den Estrich-Boden, Zwischenwände werden eingezogen, die Haustechnik installiert. Der Lichthof im Inneren wurde bereits teilweise geschlossen, eine Rolltreppe für TK Maxx eingebaut, ebenso eine neue Lüftung mit Klimatechnik. Ein gläserner Aufzug musste hingegen weichen. Im Erdgeschoss gibt es keine kleinen Geschäfte mehr. Das gehört jetzt alles zum Laden des Textil-Anbieters. Auch äußerlich ist einiges passiert. Das Haus sieht schlichter, aber auch offener aus. Glas-Vordächer und eine „Krone“ wurden demontiert, zum Bootshafen hin Fensterreihen eingebaut.

Auch wenn sich das „Leik“ wohl noch lange im Kieler Sprachgebrauch halten wird – ein neuer Name sei nicht angedacht, sagt Volker Poier. Bei Centrum spricht man vom „Geschäftshaus am Bootshafen“.

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erstellt am 07.Mär.2015 | 05:49 Uhr

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