Erstanlauf : „Viking Sun“ fuhr mit 930 Passagieren in die Förde ein

Gischt an Bord: Mit Fontänen wurde gestern Morgen die „Viking Sun“ bei ihrem Erstanlauf in der Kieler Förde begrüßt.
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Gischt an Bord: Mit Fontänen wurde gestern Morgen die „Viking Sun“ bei ihrem Erstanlauf in der Kieler Förde begrüßt.

Er war nicht nur der Erstanlauf der „Viking Sun“, auch die Reederei Viking Ocean Cruises ließ sich zum ersten Mal in der Kieler Förde blicken. Mit maritimen Luxus-Reisen hat das Unternehmen eine lukrative Nische im umkämpften Kreuzfahrt-Markt gefunden.

shz.de von
03. Juli 2018, 17:31 Uhr

Die 930 Passagiere an Bord haben das Spektakel offenbar genossen. Wie üblich bei Erstanläufen wurde die „Viking Sun“ gestern mit Fontänen auf der Förde begrüßt. Es war überhaupt das erste Mal, dass ein Kreuzfahrer der Viking Ocean Cruises den Kieler Hafen anlief.

Dirk Claus, Geschäftsführer beim Port of Kiel, betrachtete es als kleine Auszeichnung, dass die Reederei „unseren Hafen erstmals in ihrer Routenplanung berücksichtigt“. Viking ist kein Einzelfall – schon der spanische Anbieter Pullmantur Cruises hatte die Kieler Förde in dieser Saison erstmals in die Reiserouten eingetragen.

Viking ist seit 20 Jahren mit wachsendem Erfolg vor allem bei Flusskreuzfahrten aktiv. Mehr als fünf Dutzend Schiffe sind weltweit für die Reederei unterwegs. Mit dem Bau der „Viking Star“ (2015), der „Viking Sea“ (2016) und den 2017 fertiggestellten Schwesterschiffen „Viking Sun“ und „Viking Sky“ nahm die Reederei dann auch maritime Kreuzfahrten in ihr Programm auf. Die „Sun“ befindet sich aktuell auf einem elftägigen Skandinavien-Törn, der in Kopenhagen begann und über Göteborg, Oslo, Skagen und Fredericia nach Kiel führte. Am Abend schleuste die „Viking Sun“ in Holtenau in den Nord-Ostsee-Kanal ein, das Ziel ihrer Reise ist Amsterdam.

Die Viking-Reederei bedient das Luxus-Segment in der Kreuzfahrtbranche. So gibt es an Bord ausschließlich Balkonkabinen und bis zu 130 Quadratmeter große Suiten. 465 Kabinen bietet die knapp 230 Meter große „Sun“ – andere ähnlich große Kreuzfahrer kommen leicht auf das Doppelte. Das hat natürlich finanzielle Auswirkungen: Für Kreuzfahrten mit der „Viking Sun“ müssen Kunden tiefer in die Tasche greifen. Chancen, den Preis wieder reinzuholen, haben sie nicht: Es gibt an Bord keine Spielcasinos.

Die Reederei setzt auch bei Landausflügen für ihre Passagiere eher auf gehobene Unterhaltung. So konnten die Schiffsgäste gestern für einen Tagesausflug nach Gut Panker (Kreis Plön) in den gecharterten Bus steigen. Dort stand eine Weinprobe mit dem Gutsverwalter auf dem Programm.

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