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Thyssen Krupp Marine Systems : Video: Kieler Werft übergibt zweites U-Boot an die ägyptische Marine

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Aus der Onlineredaktion

Das U-Boot „S42“ ist fertig. Der Wirtschafts-Staatssekretär betont die industriepolitische Bedeutung des Auftrags.

Kiel | Das zweite von insgesamt vier U-Booten, das „S42“, hat die Kieler Werft TKMS am Dienstag offiziell an die ägyptische Marine übergeben. Ende 2016 war mit „S41“ das erste Boot an die Ägypter ausgeliefert worden. Von einem „Meisterstück deutscher Ingenieurskunst“ sprach Andreas Burmester, Mitglied der Geschäftsführung der Werft ThyssenKrupp Marine Systems, bei einem militärischen Zeremoniell am Pier 11 des Werftgeländes.

An er Übergabe nahm auch der Oberbefehlshaber der ägyptischen Marine, Vizeadmiral Ahmed Khaled, teil. Er betonte die Bedeutung der Marine nicht nur für die Sicherheit im Nahen Osten und den Schiffsverkehr im Suezkanal. Die U-Boote seien angesichts der sich verändernden Risiken „um uns herum und des Terrorismus“ wichtig.

Der Befehlshaber der deutschen Flotte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, betonte die Bedeutung von nur schwer zu ortenden U-Booten. „Das macht sie zu einem unschätzbaren strategischen Instrument im politischen und Marine-Werkzeugkasten.“ Die Boote aus Kiel seien „state of the art“ und die besten konventionellen U-Boote der Welt.

Insgesamt hat Ägypten vier U-Boote bei TKMS bestellt. Die beiden anderen Boote sollen bis 2021 abgeliefert werden. Sie sind rund 62 Meter lang. Zum Kaufpreis machte die Werft selbst keine Angaben.

Die „Kieler Nachrichten“ hatten von rund einer Milliarde Euro berichtet. Die Boote hätten demnach acht Torpedorohre, aus denen bis zu 14 Torpedos und Flugkörper verschossen werden können. Der Zeitung zufolge hat die ägyptische Marine für rund 130 Millionen Dollar 20 Flugkörper des Typs Harpoon UGL-84L in den USA bestellt.

Die Landesregierung in Kiel freue sich über jeden Auftrag für die Kieler Werft, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohls. „Industriepolitisch hat dieser Standort für Schleswig-Holstein eine überragende Bedeutung.“ Die Boote seien „im konventionellen Bereich absolute Spitzenklasse“. Die Entscheidungen, welche Lieferungen an welche Länder gingen, fielen in Berlin. „Diese Beurteilung haben wir hier in Kiel - von der Landesregierung - nicht zu treffen.“

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erstellt am 08.Aug.2017 | 16:20 Uhr

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