OB Ulf Kämpfer stellt Pläne vor : Verkehr in Kiel: Was wird aus der Stadtregionalbahn?

So hätte die Stadtregionalbahn durch die Kieler Olshausenstraße fahren können.
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So hätte die Stadtregionalbahn durch die Kieler Olshausenstraße fahren können.

100.000 Pendler sind am Tag in der Landeshauptstadt unterwegs. Ihr Weg zur Arbeit oder Schule soll verbessert werden.

shz.de von
12. Mai 2015, 07:05 Uhr

Kiel | Über die Pläne der Stadt Kiel für den Ausbau des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs informiert am Dienstag Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Die Landeshauptstadt muss darauf reagieren, dass sich nach Neumünster auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde aus den Planungen für eine größer angelegte Stadtregionalbahn zurückgezogen hat. Zuletzt waren nur noch Kiel und der östliche Nachbarkreis Plön im Boot.

Die Zahl der Menschen, die zum Arbeiten, Einkaufen oder Schulbesuch nach Kiel fahren oder die Stadt ins Umland verlassen, wächst ständig. Inzwischen sind es nach Angaben der Stadt mehr als 100.000 Ein- und Auspendler. Viele von ihnen müssen bei der An- oder Abfahrt einen zeitraubenden Umstieg am Hauptbahnhof in Kauf nehmen.

Für das zunächst geplante 380-Millionen-Euro-Vorhaben einer Stadtregionalbahn hatten sich auf Landesebene SPD, Grüne und SSW in ihrem Koalitionsvertrag eingesetzt. Das Projekt war aber von vornherein umstritten, weil Zweifel an seiner Wirtschaftlichkeit aufkamen. Sogar von einer Bimmelbahn war die Rede. Die Bahn sollte Kiel eng an die Nachbarkreise Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie an die Stadt Neumünster ankoppeln. Aus Sicht von Kritikern ist der Ausbau der S-Bahn-Linien 4 und 21 im Großraum Hamburg weit wichtiger.

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