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Kiel/Neumünster : Vater gesteht Missbrauch seiner Stieftochter – aber „nur“ fünf Mal

vom

Ein 39-Jähriger soll sich seit 2005 an einem Mädchen vergangen haben. Unklar ist noch, wie oft. Die Tochter soll nun erneut befragt werden, die Mutter ist empört.

Kiel/Neumünster | Ein 39-Jähriger Vater hat den mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch seiner Stieftochter gestanden. Vor dem Kieler Landgericht räumte der Mann am Dienstag aber nur fünf Taten ein - unter Tränen und mit zitternden Händen. Die Staatsanwältin legte ihm aber acht, zumeist schwere sexuelle Übergriffe auf das Kind sowie einen früheren auf ein anderes Mädchen zur Last, den der Mann ebenfalls bestritt.

Seine Stieftochter hatte sich Anfang 2013 einer Tante offenbart. Beim ersten Fall 2005 in Neumünster soll sie fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein. Die Mutter erstattete umgehend Strafanzeige. Sie ließ sich auch inzwischen scheiden. Vor Gericht vertritt sie ihre Tochter als Nebenklägerin. Dass ihr Ex-Mann nur einen Teil der Anklage einräumte, empörte sie sichtlich. Denn ihre psychisch sehr stark leidende Tochter wird nun voraussichtlich erneut vernommen. 

2013 hatte der Angeklagte die Taten noch pauschal eingeräumt, auch um dem Mädchen weitere Aussagen zu ersparen. Jetzt sagte er, „mehr als ich hier gesagt habe, hat es nicht gegegeben“. Er trage die volle Verantwortung und schäme sich sehr. Er habe inzwischen einen Alkoholentzug gemacht und sei seit einem Jahr „trocken“. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. 

Für den Prozess hat die Jugendstrafkammer acht Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte Mitte Januar verkündet werden.

 

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erstellt am 01.Dez.2015 | 13:02 Uhr

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