KiWi-Tagung : Unternehmertum mit Licht und Schatten

Facettenreiches Unternehmertum:  Es diskutierten (von links) Cornelia Rövekamp, Eckhard Reiser, Werner Kässens, Silvia Janzen, Gothart Magaard und Marie Delaperrière.
Facettenreiches Unternehmertum: Es diskutierten (von links) Cornelia Rövekamp, Eckhard Reiser, Werner Kässens, Silvia Janzen, Gothart Magaard und Marie Delaperrière.

Mitunter erzwungen, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, meist freiwillig gewählt wegen lukrativer Perspektiven, oft aber schon nach wenigen Jahren beendet: die berufliche Selbstständigkeit. Mit dem „prekären Unternehmertum“ beschäftigte sich eine gemeinsame Tagung von KiWi und Kirche in der Arbeitswelt.

shz.de von
22. Mai 2015, 10:46 Uhr

Die berufliche Selbstständigkeit bietet Chancen wie Risiken. Das haben nicht nur Betroffene erfahren, diesen Grundsatz müssen auch Einrichtungen wie die KiWi, die Kieler Wirtschaftsförderung, berücksichtigen. Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche und ihrem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt hatte die KiWi im Wissenschaftszentrum zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Prekäres Unternehmertum“ eingeladen.

Binnen fünf Jahren verschwindet jedes zweite neugegründete Unternehmen wieder von der Bildfläche. Das hat die Berliner FU-Wissenschaftlerin Dr. Cornelia Rövekamp herausgefunden. Angesichts dieser Zahlen braucht es bei der Neugründung wohl „Wahnsinn und Mut“, so KiWi-Geschäftsführer Werner Kässens.

Auch Bischof Gothart Magaard betrachtet es als seelsorgerische Aufgabe, dem prekären Unternehmertum mehr Aufmerksamkeit zu widmen: „Der kritische Blick lohnt.“ KiWi hatte zur Konferenz aber auch erfolgreiche „Start-Up-Gründer“ eingeladen. Silvia Janzen („Küche Ahoi!“), Maria Delaperrière (Lebensmittel unverpackt) oder auch Eckhard Reiser mit seinem Beratungsunternehmen stellten fest: Ohne die zündende Idee und das schlüssige Konzept droht meist das Scheitern.

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