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Bildungsministerium : Umbau erzwingt Umzug auf Zeit

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für 18 Monate kommen Bildungsministerin Britta Ernst und ihre 172 Mitarbeiter im früheren HSH-Nordbank-Gebäude unter. In dieser Zeit wird der Dienstsitz an der Brunswiker Straße saniert – danach geht es für das Ministerium wieder retour.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 20:01 Uhr

An diesem Wochenende geht es rund: 172 Mitarbeiter des Kieler Bildungsministeriums ziehen um – mit Sack und Pack, mit Computern, Kaffeemaschieen und Grünpflanzen. Obwohl das alte vom neuen Domizil nur gut 300 Meter Luftlinie entfernt ist, stellt der Umzug die Logistiker vor besondere Herausforderungen. 2400 Umzugskartons müssen bewegt, 600 Meter Akten aus- und eingeräumt werden. Spätestens am kommenden Freitag sollen alle Mitarbeiter wieder an ihrem Schreibtisch sitzen und erreichbar sein.

Für rund 18 Monate kommt Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) samt Angestellten und Beamten in der ehemaligen HSH-Nordbank-Immobilie am Jensendamm unter. In der Zwischenzeit wird ihr achtstöckiges markantes Behördenhochhaus an der Brunswiker Straße saniert und mit einem zweiten Treppenaufgang versehen. Der Umbau kostet rund 3,3 Millionen Euro und wurde vom Landesamt für Denkmalschutz erzwungen. Es hatte nämlich den damals von Ex-Kultusminister Eckhard Klug favorisierten Plan für eine eiserne Außentreppe oder ein angebautes gläsernes Treppenhaus abgelehnt.

Jetzt müssen pro Etage vier Büroräume für das neue Treppenhaus geopfert werden. Die beiden oberen Etagen des 1954 erbauten Büroturms mussten aus Brandschutzgründen schon vor zwei Monaten geräumt werden. 53 Mitarbeiter sind deshalb bereits in ein Ausweichquartier an der Fabrikstraße „ausgelagert“ worden .

In der neuen Komandozentrale mit 114 Büroräumen wird es für das Personal enger. Teilweise müssen sich drei Mitarbeiter einen Raum teilen. Auch die Ministerin residiert nur noch auf 40 Quadratmetern. Zudem tauscht sie den grandiosen Fördeblick von ihrer bisherigen Dachterrasse gegen den Blick auf den kleinen Kiel ein. „Alle Bürofluchten sind für einen siebenstelligen Betrag instandgesetzt worden“, berichtet Immobilienbesitzer Bernd Kühne. Er freut sich über einen Zehn-Jahres-Vertrag mit der federführenden GMSH – der Immobiliengesellschaft der Landsregierung.

Wenn Ministerin Ernst 2017 wieder an ihren alten Dienstsitz zurückzieht, wird nämlich das Justizministerium in den fünfstöckigen Glaspalast am Kleinen Kiel einziehen. Der jetzige Amtssitz von Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) – vis-a-vis der Zentrale der Fördesparkasse – steht dann zur Grundrenovierung an. „Wir nutzen das Gebäude am Jensendamm im kommenden Jahrzehnt als Reserve-Immobilie“, heißt es bei der GMSH.

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