Verdi : UKSH-Tarifverhandlungen gescheitert

Laut Verdi sind die Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter des UKSH gescheitert. Nach Warnstreiks ging auch die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende.

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15. Juli 2014, 17:44 Uhr

Kiel | Die Zeichen stehen auf Streik: Die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi hat das Scheitern der Tarifverhandlungen für die nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) erklärt. Gleichzeitig sei eine Urabstimmung eingeleitet worden, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Damit werde die Grundlage für unbefristete Streiks getroffen. Die Urabstimmung ist vom 28. bis 30. Juli 2014 geplant.

„Die Arbeitgeber haben die Chance vertan, diesen Tarifvertrag vor dem Sommer in trockene Tücher zu bringen und zwingen uns nun auf diesen Weg“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Steffen Kühhirt. UKSH-Sprecher Oliver Grieve reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung: „Das ist eine unvernünftige Entscheidung.“ Es dränge sich der Eindruck auf, das „großzügige Angebot“ sei aus Prinzipienreiterei abgelehnt worden. Unter dem Verhalten der Gewerkschaft müssten die Patienten leiden, auf deren Rücken der Arbeitskampf ausgetragen werde. Die Zukunft des hochdefizitären UKSH stehe auf dem Spiel.

Am Montag ist die vierte Verhandlungsrunde begleitet von Warnstreiks ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Verdi verlangt für die rund 6000 Angestellten an den beiden Standorten Lübeck und Kiel den Abschluss eines Haustarifvertrags oder aber die volle Übernahme des Tarifergebnisses im öffentlichen Dienst. Dies wären 3 Prozent mehr in diesem Jahr und noch einmal 2,4 Prozent im nächsten. Die Arbeitgeber hatten dagegen die Übernahme des Tarifvertrags der Länder angeboten. Dies würde den Beschäftigten nach Angaben des UKSH-Sprechers 1,7 Prozent mehr Geld bringen.

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