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Kiel : UKSH-Chef fordert 50 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr

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Das Geld soll für Investitionen genutzt werden, um das UKSH zukunftssicher zu machen.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2017 | 17:56 Uhr

Kiel | Beim Richtfest für den sechsstöckigen Neubau des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel hat der UKSH-Vorstandsvorsitzende Jens Scholz finanzielle Forderungen in Millionenhöhe gestellt. Um Schleswig-Holsteins einzigen medizinischen Maximalversorger mit allen anderen Krankenhäusern zumindest gleich zu stellen, müsse das Land dem UKSH jährlich zusätzlich mindestens 50 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung stellen, sagte Scholz laut Pressemitteilung.

Die gesamten Neubauten sind für das UKSH ein enormer Kostenfaktor. Für beide Standorte in Kiel und Lübeck wurden 520 Millionen Euro veranschlagt, sie sollen 2019/20 fertig sein.

Ein Sprecher des Uni-Klinikums erläuterte, die Krankenhäuser im Land bekämen 73,5 Prozent ihrer Investitionen für Bauten und Großgeräte refinanziert, nicht aber das UKSH. Beim UKSH fielen jährlich 604 Millionen Euro Kosten für Bauten und Großgeräte an. Davon würden 73,5 Prozent ungefähr 444 Millionen Euro ausmachen.

Der Vorstand des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Jens Scholz. /Archiv
Der Vorstand des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Jens Scholz. /Archiv Foto: Carsten Rehder
 

Scholz fordere 50 Millionen jährlich, wie dies auch der ausgabenbewusste Landesrechnungshof empfohlen habe, um das UKSH zukunftssicher zu machen. Bisher erhalte das UKSH einen jährlichen Zuschuss von 124 Millionen Euro, der aber für Forschung und Lehre gedacht sei.

„Das Richtfest ist ein nächster großer Schritt für die Zukunftsfähigkeit des UKSH“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Jeder Baufortschritt sei ist ein gutes Zeichen für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein und ein wichtiger Beitrag für eine verlässliche Gesundheitsversorgung.

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