Mängel bei der Bundeswehr : „U 35“: Marine verweigert U-Boot-Übernahme

Das „U36“ bei seiner Taufe in Kiel.
Das „U36“ bei seiner Taufe am 15. Mai 2013 in Kiel.

Die modernsten deutschen U-Boote sind mangelhaft. Ihre Inbetriebnahme könnte sich deutlich verzögern.

shz.de von
19. Januar 2015, 11:10 Uhr

Kiel | Die Pannenserie bei der Bundeswehr hat nach einem Bericht des „Spiegels“ die U-Boote erreicht. Die Indienststellung der beiden modernsten deutschen U-Boote „U 35“ und „U36“ soll sich danach um fast eineinhalb Jahre verzögern.

 

Die Marine habe bislang die Übernahme des in Kiel bei der Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) gebauten U-Bootes „U35“ verweigert. Weitere Details wurden nicht genannt. Das Boot der Klasse 212A wurde im Herbst von der Werft an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung übergeben. Das Beschaffungsamt in Koblenz gilt solange als Auftraggeber, bis die Marine formell das U-Boot in Dienst stellt. Erfüllen die Boote nicht die Vorgaben der Marine, wird die Indienststellung verweigert. Der Auftragswert beträgt 800 Millionen Euro. 

Erst im September 2014 hatte Generalinspekteur Volker Wieker dem Verteidigungsausschuss eine lange Mängelliste vorgelegt, nach der es massive Ausfälle vor allem bei Luftfahrzeugen gibt. Von 190 Hubschraubern der Bundeswehr sind zum Beispiel nur 41 einsatzbereit.

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