Sanierungsarbeiten : Tropischer Königsbock bewacht das Museum

Farbiger Königsbock: So zeigt sich gegenwärtig das Zoologische Museum.  Fotos: Drabek/Museum
1 von 2
Farbiger Königsbock: So zeigt sich gegenwärtig das Zoologische Museum. Fotos: Drabek/Museum

Knapp eine halbe Million Euro kostet die Sanierung des Gropius-Baus von 1881, in dem das Zoologische Museum untergebracht ist. Die Arbeiten werden wohl ein gutes Jahr in Anspruch nehmen. Eine riesige Foto-Plane schützt das historische Gebäude.

shz.de von
26. Juli 2018, 18:03 Uhr

Auf der einen Seite präsentiert sich der Wal, auf der anderen ein Riesenkalmar. Und vorne wacht in seiner ganzen Schönheit ein männlicher Käfer der Gattung Königsbock aus dem tropischen Afrika über das Zoologische Museum, das monatelang verhüllt bleiben wird.

Grund für die bunte Foto-Plane sind umfassende Bauarbeiten am historischen Gropius-Bau. Das Mauerwerk ist altersbedingt stark beschädigt, bei Stürmen und Frost-Tau-Wechseln begann es zu bröckeln. Die Fassade wird jetzt schonend gewaschen, Schadstellen werden ausgebessert.

Darüber hinaus wurde das Dach im Vorfeld wegen eines historischen Brandschadens auf seine Tragfähigkeit untersucht. In den kommenden Monaten werden alle Fenster und die Dachhaut des Laternendaches umfangreich restauriert. Das Gerüst samt Umhüllung wird bis mindestens Sommer 2019 stehen bleiben. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf knapp 500 000 Euro.

Wie Dirk Brandis erklärt, der Leiter des Zoologischen Museums, wird derzeit gemeinsam mit der Denkmalpflege überlegt, den noch vorhandenen preußischen Seeadler wieder an seinen historischen Standort zurückzusetzen. Seit der Eröffnung des Museums 1881 waren zwei Adlerfiguren aus Sandstein auf dem Dachfirst der beiden Stirnseiten des Museumsgebäudes angebracht. Nur eine Figur überstand den Zweiten Weltkrieg, sie ist zurzeit in einem Außendepot des Zoologischen Museums eingelagert.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen